Collateral Eyes im Doppelpack

Prolog

Es gehört mittlerweile zum guten Ton, dass ich mich bei einem Blogpost zu einer Veranstaltung von Collateral Eyes erst einmal darüber beklage, wie grausam und beschissen es für mich ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen (sprich S-Bahn) und wie furchtbar ich Frankfurt finde. Mit dieser Tradition möchte ich auch heute nicht brechen. Meine „reguläre“ S1 fuhr nicht, da auf der Strecke seit Jahren und für mehrere weitere Jahre Bauarbeiten stattfinden und dadurch (insbesondere) an Wochenenden einfach mal der ganze Betrieb eingestellt wird. So musste ich auf die Linie S8 ausweichen, was mit einem Fußmarsch von 2 km zum nächstgelegenen Bahnhof begann (der angenehme Teil) und mit einem Ticketpreis von 22,40 € für das Tagesticket endete. Lieber RMV, seid Ihr eigentlich noch ganz bei Trost? Ich will keine Fernreise buchen, sondern nur mit dem ÖPNV eine Strecke von lächerlichen 40 km zurücklegen! Der einzige Trost war, dass die Hin-Bahn wenigstens pünktlich war.

 

Kapitel 1: Die Vernissage

Die Damen und Herren von Collateral Eyes haben wieder einmal eine Ausstellung ihrer Fotografien auf die Beine gestellt, die diesmal im  Haus Sankt Martin am Autoberg in Hattersheim stattfindet. Am 18.09.2026 startete diese mit einer Vernissage im Beisein aller Fotografen und einer (wie ich finde) beachtlichen Menge von interessierten Gästen. Die Ausstellung trägt den Titel Bunte Tüte und macht ihrem Namen alle Ehre, denn wer hier „dogmatische“ Streetfotografie (also nur schwarzweiß, Menschen müssen im Bild sein, am besten nur mit einer Leica aufgenommen und manuell fokussiert …)* erwartet, wird überrascht sein. Aber wie hat es Collateral Eyes Fotografin Andrea Diener so treffend formuliert: „Street Photography ist seit rund einhundert Jahren die wohl freieste Disziplin der Fotografie, denn sie arbeitet mit dem, was der Künstler oder die Künstlerin vorfindet.“ Was ich damit sagen will: Hingehen lohnt sich. Die Ausstellung kann zu den normalen Öffnungszeiten des Haus Sankt Martin besucht werden und bleibt dort bis zum 08.10.2026. Übrigens können die ausgestellten Fotografien auch käuflich erworben werden, wobei ein erklecklicher Teil des Kaufpreises als Spende an das Haus Sankt Martin geht, also Kunst kaufen und Gutes tun. Hier ein paar Schnappschüsse.

 

Kapitel 2: Der Photowalk

Am 19.09.2026 fand dann der Photowalk statt, der wieder einmal (geschätzte) 30 Teilnehmer nach und durch Frankfurt lockte. Diesmal mit einem ganz besonderen Ziel, nämlich einem im Bau befindlichen U-Bahn Tunnel, der im Rahmen des Tags der Schiene als Event hergerichtet und zur Besichtigung freigegeben war. Da hierzu noch eine kurze Straßenbahnfarht nötig war, hatte sich mein Tagesticket (siehe Prolog) auf einmal richtig gelohnt, hahaha. Auf jeden Fall war die Location wirklich sehenswert, und das obwohl natürlich ein Riesenbetrieb herrschte. Auf dem Weg dorthin gab es außerdem noch jede Menge Gelegenheiten aus den rings umher stehenden Hochhäusern schöne Cityscape-Aufnahmen zu machen. Im Anschluss ging es dann, für alle die mochten, nach Hattersheim zur Ausstellung. Ich selbst konnte nicht mit, da ich für den Abend noch anderweitig verplant war, aber glücklicherweise hatte ich ja bereits die Vernissage erlebt.

 

Epilog

Natürlich muss zum Abschluss noch etwas in Sachen Bahnfahrt kommen. Die Rückfahrt war nämlich ganz besonders, da, aufgrund eines Heimspiels von Eintracht Frankfurt, die leicht verspätete S-Bahn bereits bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof knüppelvoll war (wie übrigens auch einige der Fußballfans) und ich mich gerade noch reinquetschen konnte. Glücklicherweise war der Zauber aber nach zwei Stationen vorüber.

CU

 

P.S.: Zum Abschluss noch ein paar Neuzugänge aus meiner bekannten und beliebten Serie Street Photographers At Work 😜

 

 

  • Ich hoffe Ihr habt den leicht ironischen Unterton herausgelesen😏

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