Gestern habe ich mich, der Außentemperatur von 40ºC zum Trotz, auf den Weg nach Frankfurt gemacht, um mir den diesjährigen Vortrag von Andreas Jorns anzuhören.
Der gut unterrichtete Leser jedweden Geschlechts kennt genau meine Frankfurt-Aversion aus verschiedenen älteren Beiträgen und er weiß auch, dass ich ein großer Freund von Vorgeschichten bin. Also ab dafür …
Es begab sich vor ungefähr zwei Jahren, als Andreas auf seiner damaligen Vortragstour im Fotostudio Sinns(T)Raum in Oberursel Station machte und ich mich freute, dass er hierher ins Rhein-Main-Gebiet kam. So machte ich mich also damals auf den Weg, der leider eine einzige Katastrophe war. Staus, Unfälle, Umleitungen und alles andere an negativen Verkehrsereignissen kamen da zusammen. Das Schlimmste für mich war jedoch meine Übermüdung nach einer Reihe von Frühdiensten, die mein Nervenkostüm schon arg ausgedünnt hatte. Lange, Rede, kurzer Sinn: Ich bin zwar am Ziel angekommen, aber noch vor Beginn des Vortrags wieder nach Hause gefahren, weil ich einfach nicht mehr konnte und mich völlig fehl am Platze fühlte. (Ganz schön dämlich, oder?)
Dieses Jahr fiel nun der Termin auf mein letztes Urlaubswochenende und den konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Gastgeberin war wieder Alexandra von Fotostudio Sinnes(T)Raum, das nun aber eine neue Location in Frankfurt hat.
Jetzt aber endlich zum eigentlichen Vortrag, in welchem Andreas nicht nur einfach seinen neuesten Bildband UNSEEN vorstellte, sondern als eigentliches Hauptthema seine eigene fotografische – und wie sich herausstellte auch persönliche – Entwicklung der letzten 20 Jahre skizzierte. Das alles anhand von Fotos, die er teilweise auch aus seinem „Giftschrank“ geholt hatte. Ich muss sagen, alleine das war schon seeehr mutig. Besucher des Vortrags wissen, wovon ich rede, allen anderen sei gesagt: es ist besser, dass ihr sie nicht gesehen habt ;-). Die zwei Stunden Vortragsdauer vergingen wie im Flug, denn Andreas hat nicht nur einfach etwas heruntergeleiert, sondern wirklich mit Engagement und Liebe sein Publikum begeistert. Zum Schluss gab es noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die auch geduldig und launig beantwortet wurden. Natürlich konnte man auch alle noch verfügbaren Publikationen zum Sonderpreis kaufen, worum sich Andreas´ Frau Annette (aka Die beste Ehefrau von Allen) kümmerte. Ich habe diesmal nichts gekauft, weil ich erst kürzlich im Webshop zugeschlagen habe.
Natürlich hatte ich eine Kamera dabei (diesmal meine Leica TL2) und konnte ein paar Fotos schießen, die gleich folgen. Zu Ehren des Meisters 😉 natürlich in schwarzweiß, teilweise unscharf und sogar mit Körnung versehen (diesen Regler in Lightroom habe ich vorher noch nie benutzt).
Wer jetzt der Meinung ist, dass ich ziemliches Fanboy-Geschwafel von mir gegeben habe, der hat Recht. Ich finde Andreas Arbeiten einfach klasse, insbesondere, da sie sich einem oft nicht auf den ersten Blick eröffnen. Deshalb empfehle ich nicht nur seine Bildbände, sondern auch seine kostenlose Zeitung EinBlick (näheres auf seiner Webseite) und ganz klar seinen Podcast Radio Jorns, in welchem er Fotografie mit seiner weiteren Leidenschaft Musik kombiniert (erhältlich auf allen Podcast-Plattformen). Übrigens fand er schon zweimal auf diesem Blog Erwähnung, nämlich hier und hier.
So, jetzt ist aber gut
CU
P.S. Danke an Alexandra und Andreas, die ich natürlich vorab gefragt habe, ob ein Blogpost mit Bildern okay ist.
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