Wir schreiben Mittwoch, den 24. Juni 2026, es ist 10:00 Uhr vormittags, draußen sind es jetzt schon 30º C und ich habe nichts Besseres zu tun, als hier am Mac zu sitzen und diesen Blogpost zu tippen, in dem es um unser verlängertes Wochenende geht, welches wir in Straßburg verbracht haben. Also ab dafür…
Am 18.06. ging es los mit einem Umweg über Erstein, denn dort befindet sich „unser“ Leclerc, bei dem wir uns vorab schon einmal mit wichtigen Dingen für zuhause eingedeckt haben. Leider hatte ich den Weg über die A5 genommen, was ein böser Fehler war. Jeder, der schon einmal über diese Autobahn gefahren ist, weiß, wovon ich rede 😩. So dauerte die Anfahrt drei statt geplanter zwei Stunden und kostete mich schon viele Nerven. Mit einem Kofferraum voller Wein, Cremant und Zwieback ging es dann zum Endziel nach Straßburg, wo wir vorab einen Platz in einer Tiefgarage reserviert hatten. An dieser Stelle ein großes Lob an den Betreiber; die Parkplätze waren, groß, gut ausgeleuchtet und mit gerade einmal 34 Euro für drei Nächte geradezu spottbillig.
Die folgenden Tage haben haben wir dann die Stadt durchwandert, was gar nicht so einfach war, denn die (immer noch andauernde) Hitzewelle hatte schon ihren Anfang genommen. Schon wenn man am Morgen aus dem klimatisierten Hotel kam, hat die Hitze einen erschlagen. Daher gehörte zu meinen ersten Amtshandlungen auch erst einmal der Kauf zweier Leinen-Shorts, denn in meinen Jeans wäre ich glatt zerlaufen. Natürlich wussten wir grob, was wir uns ansehen wollten, aber einen richtigen Ablaufplan hatten wir nicht. kKar war nur, dass wir die Stadtrundfahrt mit dem Touristenboot auf der Ill am Freitag machen, bevor die Wochenendtouristen einfallen.
Auf diese Weise waren wir dann überwiegend in der Altstadt und La Petit France unterwegs. Allesamt Strecken, die bei Temperaturen von deutlich über 30º C noch akzeptabel zu bewältigen waren und von denen aus auch unsere Tränke, Le Meteor, immer gut zu erreichen war. Bevor Ihr euch anhand der Fotos orientieren könnt, wo wir waren, kommt jetzt noch das Wichtigste: unsere Empfehlungen für Speis und Trank, denn wer ins Elsass fährt und nicht genießt, der hat garantiert „einen an der Waffel“.
- Le Meteor, der Brauereiausschank der regionalen Meteor Brauerei. Ein großes Lokal mit vielen Sitzgelegenheiten im Freien und einer genialen Bierauswahl. Wer sich nicht entscheiden kann, bestellt einfach als erstes das Probierpaket mit 3 bzw. 6 Sorten. Ich persönlich empfehle Printemps, richtig guter Stoff. Richtig gut ist auch das alkoholfreie(!) IPA, dem fehlt es an nichts. Leckeres Essen gibts natürlich auch.
- L’Alsace à Boire, direkt neben dem Le Meteor, überzeugt ebenfalls absolut. Hier gibt es regionale Weine bester Qualität, natürlich auch verbunden mit einer Probe, kleine Speisen und sehr nette, fachkundige Bedienung. Dort gab es sogar für mich frische Austern mit passender Weinbegleitung.
- La Fignette ist ein elsässisches Restaurant mit modernem Touch. Natürlich bekommt man dort all die bekannten elsässischen Spezialitäten, aber auch, und das ist unsere Empfehlung, einige „Neuinterpretationen“. Ich sage nur Elsässische Frühlingsrollen oder frittierte Sauerkrautbällchen mit Joghurt-Kräutersauce. Einfach genial. Eine Tischreservierung ist sehr wichtig und empfehlenswert.
- L´Oignon, mitten drin in Petit France, ist richtig klassisch und ebenfalls richtig gut. Ohne Tischreservierung läuft hier aber auch nichts. Dafür bekommt man richtig gute Qualität und ordentliche Portionen. Ich bin ja ein Riesen-Fan von Choucroute Garni, aber bei den herrschenden Temperaturen habe ich mich gegen die Fleischvariante entschieden und stattdessen die mit Fisch genommen, ein Gedicht!
Ein Wort zur Warnung sei mir erlaubt: Straßburg ist richtig teuer! Während die Preise für Mahlzeiten absolut angemessen sind, insbesondere unter Beachtung der Qualität und Portionsgrößen, wird man bei Getränken richtig arm. Ein 0,4 l Bier für 7 € (und manchmal auch mehr) ist schon eine Ansage und z.B. teuer als London. Ähnliches gilt für Wein pro Glas. Die größte Frechheit war allerdings ein Café, das tatsächlich 4,10 € für eine Kugel Eis haben wollte.
Schon wieder zu viel Text, jetzt endlich Fotos
CU
P.S. Mehr Fotos wird es auf meinem Instagram Account zu sehen geben, schaut doch mal vorbei!
P.P.S Alle Fotos gemacht mit meiner aktuellen Lieblingskamera, der Leica D-LUX 8
Strasbourg ist immer eine Reise wert! Danke fürs mitnehmen!!!
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