Ich hoffe, Ihr habt den vorigen Teil dieser Serie gelesen (und alle anderen natürlich auch), denn dort gab es den wichtigsten Tip für alle Madeira-Urlauber (seid sehr früh!). Diesen hatten wir uns zu Herzen genommen und sprangen am 17.06.2024 um 05:00 Uhr morgens aus dem Bett um den Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Pico Ruivo, dem höchsten Berg der Insel mit 1.862 Meter ü. NN, zu erleben.
Dazu ging es mit dem Auto zum Parkplatz Achada do Teixeira, von dem es nur knapp 3 km bei 322 Höhenmetern zum Gipfel sind. So begann unser Lauf gegen die Zeit, denn obwohl die Strecke, von den reinen Zahlen her, eigentlich sehr leicht machbar erschien, empfand ich sie als anstrengend und habe es dem Antrieb durch meine Frau zu verdanken, dass wir wirklich punktgenau zum Sonnenaufgang am Gipfel ankamen, wo sich bereits einige andere Schaulustige eingefunden hatten. Da hieß es nur noch Kamera raus und fotografieren, was das Zeug hält. Ich weiß nicht, ob die Fotos das Erlebnis widerspiegeln können, aber es war wirklich gigantisch.
Nachdem wir uns satt gesehen und regeneriert hatten, ging es erst einmal wieder zurück zum Hotel, wo wir unser wohl verdientes Frühstück genossen. Da der Tag aber gerade erst angefangen hatte und wir voller Tatendrang waren, fuhren wir im Anschluss zum östlichsten Zipfel der Insel, São Lourenço, um den dortigen Wanderweg zu laufen. Böser Fehler, denn ich hatte meinen eigenen, wichtigsten Tip (seid sehr früh!) nicht befolgt! Bereits Kilometer vor dem eigentlichen Parkplatz waren überall Autos geradezu abenteuerlich an den Straßenrändern abgestellt und eine Menschenkarawane zog gen Osten. Da half nur noch der U-Turn, denn das wollten wir uns nicht zumuten.
Da ich auf dem Weg ein Schild mit der Aufschrift Praia (Strand) bei Calhau de São Jorge gesehen hatte, ging es dorthin. Natürlich handelte es sich, Madeira-typisch, um einen Steinstrand, was aber eine ganze Menge Leute nicht davon abhielt hier zu liegen. Zu sehen gab es dort auch die Ruinen alter Zuckerrohrmühlen und ein hochmodernes „Badeparadies“ mit Pools, Sonnenliegen und Restaurant. Nach kurzer Verschnaufpause hatten wir aber nichts Besseres zu tun, als den dort befindlichen, sehr steilen Weg den Felsen hinauf und wieder hinunter zu wandern, ganz allein ohne jeglichen „Gegenverkehr“. In der Nähe gab es auch noch eine Gebäude, das aussah wie eine leerstehende Fabrik, diesen Lost Place hätte ich gerne noch unter die (fotografische) Lupe genommen aber das hat sich leider nicht mehr ergeben. Für diesen Tag hatten wir auch wahrlich genug verbrannte Kalorien auf der Uhr.
Stay tuned
Hier geht es weiter mit Teil 7
Mega Aufnahmen vom Sonnenaufgang 💪💪💪
LikeGefällt 2 Personen
Ein Lob aus berufenem Munde, vielen Dank
LikeLike