Madeira – Beim Zweiten sieht man besser(5)

Eigentlich wollte ich die nun folgenden Tipps und Hinweise schon im vorigen Teil einbauen, aber der wurde einfach zu lang, deshalb nun hier.

Wie bereits in Teil 1 dieser Serie erwähnt waren wir schon einmal auf Madeira und ich habe mich oft über die „Touristen-Lastigkeit“ der Insel aufgeregt. Dieser Fakt hat sich natürlich nicht geändert, aber diesmal sind wir einfach anders an die Sache herangegangen. Also los mit dem vielleicht wichtigsten Tipp überhaupt, wenn Ihr touristische Hotspots ansteuern wollt, denn die lohnen sich oft wirklich:

SEID SEHR FRÜH oder SEID SEHR SPÄT

Die Reisebus-Touris und auch die meisten anderen schlafen lange und lassen sich dann erst einmal ihr Frühstück schmecken. Das ist Eure Chance früh loszufahren und die vielen tollen Aussichtspunkte, Wanderwege oder was auch immer in Ruhe zu genießen. Darüber hinaus ist, für die Fotografierenden unter Euch, natürlich auch das Licht meistens schöner. Und wenn Ihr es in der Früh nicht schafft, dann dreht den Spieß einfach um und kommt dann zu Eurem Ziel, wenn die Horden bereits auf dem Rückweg zur Halbpension sind.

Tipp Nummer zwei:

MEIDET FRANZOSEN

Madeira scheint ein beliebtes Ziel für französische Wandergruppen zu sein – und auch wenn das nun alles Andere als höflich klingt – geht diesen aus dem Weg. Wir hatten mehrfach die Situation, solchen Gruppen zu begegnen bzw. sie schon von weitem herannahen zu hören. Allesamt waren sie rücksichtslos, was auf schmalen Wegen schon einmal gefährlich werden kann, und sie waren einfach nicht in der Lage in Ruhe die fantastische Natur zu genießen und mussten pausenlos plappern, plappern plappern.

Und zu guter Letzt:

BLEIBT BEIM FAHREN LOCKER

Bis auf eine Autobahn im südlichen Teil der Insel sind die Straßen auf Madeira meistens sehr schmal, kurvig und steil. So mussten wir Richtung Norden von unserem Dorf aus erst einmal Serpentinen fahren und dann durch einen abenteuerlichen, nur einspurig befahrbaren Tunnel.  Die Einheimischen fahren in der Regel wie die Henker, hier wird an den unmöglichsten Stellen überholt und auch gerne sehr dicht aufgefahren und gedrängelt. „Spaßig“ wir es auch, wenn einem auf einer der schmalen Gebirgsstraßen ein Reisebus entgegenkommt. Für (junge) Leute, die gerne flott unterwegs sind und Rallye-Feeling erleben möchten, ist die Insel sicher ein Autofahrer-Paradies, wenn Ihr aber, wie ich, Auto fahren eher als notwendiges Übel seht, dann bleibt halt locker und lasst Euch nicht ärgern.

So, genug der Belehrungen, hier noch unser Programm vom Sonntag, den 16.06.2024. Um den Touristenströmen zu entgehen, ließen wir das Auto stehen und begaben uns auf eine Wanderung einmal rund um Arco de São Jorge, die wir in der komoot-App gefunden hatten. Der Weg begann ganz in der Nähe unseres Hotels gleich mit einem Problem, denn er war nur sehr schwer zu finden. Da die Strecke offenbar leider nicht gepflegt wurde, erlebten wir dieses Dilemma später noch  mehrere Male, was dazu führte, das wir um Einiges länger aus ausgewiesen gelaufen sind. Der schlechte Zustand äußerte sich auch in Wegabschnitten wo z. B. keine zwei Füße nebeneinander passten, es sehr glitschig war und daneben steil abfiel. Nichtsdestotrotz war es eine sehr schöne Wanderung und die 654 Höhenmeter waren Madeira-typisch auf eine sehr kurze Strecke verteilt, so dass wir ordentlich ins Schnaufen kamen. So hatten wir unser Abendessen redlich verdient und gingen recht früh schlafen. Warum lest Ihr im nächsten Beitrag.

Stay tuned

Hier geht es zu Teil 6

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