Madeira – Beim Zweiten sieht man besser(1)

Nachdem ich nun schon wieder über eine Woche Schicht hinter mir und den Fußball-EM Photowalk von Collateral Eyes überlebt habe, wird es endlich Zeit,  mit dem bereits angekündigten Reisebericht über unseren Madeira-Urlaub zu beginnen. Langjährige Leser (jedweden Geschlechts) dieses Blogs erinnern sich daran, dass es schon einmal eine Madeira-Reihe gab, und zwar vor fast acht Jahren. Seinerzeit waren wir mit unseren Töchtern, damals 15 und 13 Jahre alt, unterwegs und hatten natürlich unser Programm dahingehend angepasst. Darüber hinaus habe ich beim erneuten Lesen der Beiträge festgestellt, dass ich ziemlich viel gemeckert und genörgelt habe, was dieser wunderschönen Insel, so touristisch erschlossen sie auch sein mag, nicht gerecht wird. Schließlich hat es ja einen Grund, dass wir nochmal hin sind, diesmal einfach als älteres Ehepaar ohne Hund. Denn beim Zweiten sieht man besser.

Los ging es am 11. Juni von meinem Arbeitsplatz, dem Frankfurter Flughafen mit Discover Airlines, und es gelang mir tatsächlich uns für schlappe 80,– € pro Person in die Business-Class upzugraden. Das verschaffte uns einen freien Mittelsitz und darüber hinaus ein recht leckeres Essen sowie Freigetränke, was den Flug von ca. vier Stunden doch deutlich angenehmer machte. Am Ziel mussten wir nicht lange auf unsere Koffer warten und es ging direkt zur Mietwagenabholung. Hier tat sich dann das erste Problem auf, denn meine Debit-Visa-Karte wurde für die Kaution nicht anerkannt (das erste Mal, in Irland ging das problemlos). Glücklicherweise hat meine Frau eine „echte“ Kreditkarte, mit der es dann nach einigem Hin und Her funktionierte. Der freundliche Europcar-Mann namens Miguel hat uns sogar trotz der Mehrarbeit, die er mit uns hatte, noch das Auto ohne Mehrpreis  von einem Opel Corsa auf einen Peugeot 2008 upgegraded, wofür wir ihm während unseres Aufenthalts immer wieder sehr dankbar waren.

Unser erstes Ziel war natürlich unser Hotel, das Pestana Quinta do Arco im kleinen Örtchen Arco de São Jorge, etwas mehr als eine halbe Autostunde vom Flughafen FNC entfernt und wunderschön ruhig. Hier gab es keinen Betonbunker, sondern nur viele kleine Häuschen mit jeweils vier Einheiten in einem wunderschön gepflegten Gartenareal. Zum Frühstück ging es ins nicht einmal 100 Meter entfernte Tee House, in dem man auch ein gepflegtes lokales Abendessen nehmen konnte, ohne mit einer Niere zu bezahlen. Unser weiteres Programm an diesem Anreisetag war ganz einfach. Wir erkundeten die Hotelanlage, den dazu gehörenden riesigen Rosengarten und das Dörfchen, fanden noch eine Erhöhung, von der aus wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten und fotografieren konnten und die sich gleichzeitig als Startpunkt für unsere Wanderung am Folgetag herausstellte. Nach einer leckeren Abendverpflegung (und diversen Cerveja) im besagten Tea House ging es dann zufrieden in die Heia.

Das war’s für den ersten Teil und damit Ihr eine bessere Vorstellung bekommt, hier ein paar unvermeidliche Fotos.

Bald geht’s weiter mit Teil 2

Stay tuned

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