Back to the DSLR

Wie nicht anders zu erwarten blieb es nicht lange bei der im letzten Beitrag berichteten Reduzierung meines Kamerabestand auf zwei Stück, denn ich habe schon wieder aufgestockt. Bevor ihr jetzt aber mit dem Kopf schüttelt und fragt, ob es denn in dieser Zeit wirklich nötig und/oder sinnvoll ist für letztendlich unnötigen Kram Geld auszugeben möchte ich euch beruhigen, denn:

  1. ich habe keinen einzigen Cent ausgegeben,
  2. die Kamera befand sich bereits in meinem/unseren Haushalt und
  3. gehört(e) meiner jüngeren Tochter.

Es handelt sich – wie ihr anhand des Titels sicher schon kombiniert habt – um eine DSLR, genau gesagt eine Nikon D3100. Die Kamera hat sich meine Tochter im Jahr 2012 vom Geschenkegeld anlässlich ihrer damaligen Kommunion gekauft, denn damals war es noch supercool mit Papa zusammen zu fotografieren. Ich fand, sie hat(te) echt Talent und hat das Hobby auch eine ganze Zeit lang betrieben, aber irgendwann vor werweißwieviel Jahren verschwand die Kamera dann in der Schublade und wurde nicht mehr angerührt. Es ist wohl nicht mehr so cool, etwas mit Papa zu unternehmen. Mittlerweile bin ich froh, wenn sie überhaupt mit mir spricht, aber das ist ein anderes Thema.

Wie man aus diesem Datenblatt entnehmen kann, handelte es sich schon damals um ein Einsteigermodell und nach heutigen Begriffen ist die Kamera damit geradezu primitiv. Ich sage nur 11 (in Worten: elf) Autofokuspunkte, meine ungefähr gleich alte X-E1 hat da schon 49 zu bieten, wobei ich mich zur deren zweifelhafter Treffsicherheit bereits hier ausgelassen habe. Ist ja auch alles völlig Banane, denn es geht ja um die „Shooting-Experience“ (lang leben die großspurig klingenden Anglizismen) und natürlich um die erzielten Ergebnisse. Will sagen: ich brauche keine tolle Kamera, um schlechte Fotos zu machen, Hauptsache ich habe Spaß dabei.

Für all diejenigen, die etwas in dieser Art einmal ausprobieren möchten sage ich nur: tut es! Die Kamera wird, meistens inklusive Kitobjektiv (18-55mm oder besser 18-105mm, beide mit Stabilisierung) auf Ebay-Kleinanziegen zu Preisen zwischen 100,00 und 200,00 € angeboten. Wer dann nochmal einen Hunni drauflegt, kann das gute und lichtstarke Nikkor AF-S DX 35mm f1.8-Objektiv gebraucht  dazukaufen und hat eine richtig schöne Kombi zusammen – für `nen Appel und ein Ei. Übrigens kann man bei Nikon sehr einfach sehen, wie viele Auslösungen, die Kamera auf dem Buckel hat, denn das wir in den EXIF-Daten gespeichert. Ihr braucht also nur ein aktuelles Foto und beim Mac das Programm Vorschau, um euch das anzeigen zu lassen (für Windows gibt es sowas sicher auch, kenne ich aber nicht).

Genug gebabbelt, hier kommen ein paar Fotos vom Gerät und aus dem Gerät.

CU

2 Antworten auf „Back to the DSLR

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  1. Michael, vielen Dank für den Artikel!
    Du hast meiner Meinung nach deinen Finger in einen wunden Punkt vieler Fotografen gelegt.
    In der Regel sind wir ja doch der Meinung, dass wir zwar schon ganz gute Fotografen sind, aber eigentlich könnten wir noch besser sein. Dann sehen wir auch noch ständig Bilder von anderen Fotografen und denken, dass wir solche Bilder auch gerne machen würden.
    Also mir geht es jedenfalls oft so.

    Da ist es verlockend, sich einzureden, dass erst mal eine bessere auch nur eine Ausrüstung notwendig ist, um die Bilder machen zu können, die man machen möchte.
    In der Regel ist es aber nicht fehlende oder falsche Ausrüstung, die uns beschränkt, sondern unser Hirn.

    Wir sollten öfter überlegen, wie wir mit dem vorhandenen Equipment „bessere“ Bilder machen können und nicht welches neue Equipment wir dazu brauchen.

    Deine Beispiele zeigen, dass man auch mit einer 8 Jahre alten Kamera und einem Kitobjektiv Bilder machen kann, die so auch aus einer aktuellen Profikamera kommen könnten.

    Ich muß das mit Demut anerkennen und mich nochmal bedanken!

    Was aber auch noch angesprochen wern sollte ist der Spaß-Faktor.
    Ich bin ja Berufsfotograf und muss ja wirktschaftlich rechnen und kann mich nicht davon leiten lassen, wieviel Spaß mein Equipment bereitet. (Zwinker). Letztendlich ist es mir auch wichtig, Spaß bei der Fotografie zu haben. Und die Wahrscheinlichkeit, dass du mit deiner neuen X-T4 mehr Spaß beim Fotografieren haben wirst, als mit der uralten D3100 ist schon sehr groß, oder? Udn ich finde das ist auch ein absolut legitimes Kaufargument und sollte auch häufiger und ohne Scham als Kaufargument gebracht werden. Es geht bei neuen Kameras immer weniger um bessere Bildergebnisse sondern um das Fotografiervergnügen (in Anlehnung an den alten Werbeslogan „Fahrvergnügen: It’s what makes a car a Volkswagen“.)

    Viele Grüße, Dietmar Sebastian Fischer

    P.S. Ich habe mich imn übrigen trotzdem entschieden meine X-T3 nicht gegen die X-T4 einzutauschen, weil mir die X-T3 noch ausreichend Spaß bereitet.

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    1. Wow, das war definitiv der längste Kommentar, den ich jemals auf diesem Blog bekommen habe. Vielen Dank dafür, insbesondere weil es aus der Feder, ääh Tastatur eines Profis kommt.

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