Ich habe G.A.S.

Ich möchte Euch heute etwas sehr persönliches und sehr wichtiges mitteilen.

Ich leide an einer schweren Krankheit – ich habe G.A.S.

G.A.S. ist genauer gesagt eine Sucht und hat natürlich nichts mit den oben abgebildeten Gasflaschen zu tun. Wie bei jeder Sucht äußert sich G.A.S. vor allem durch die Entzugserscheinungen, wie innere Unruhe, zitternde Hände, kalter Schweiss usw. und durch die teilweise enormen Anstrengungen, die der Süchtige unternimmt, nur um seine Sucht zu befriedigen. Dazu kommt, dass auch als geheilt erklärte Personen jederzeit wieder rückfällig werden können.

In meinem Fall habe ich zwei Dinge getan, die ich ansonsten NIE freiwillig tun würde. Ich bin nach Frankfurt gefahren und habe dafür sie S-Bahn genutzt. Der regelmäßige Leser weiß aus der Vergangenheit, wie ich generell zu öffentlichen Verkehrsmitteln stehe (Vermeidung, wo es nur geht) und auch Frankfurt steht auf der Liste meiner bevorzugten Locations noch nicht einmal ganz unten. Wie auch immer setzte ich mich also am 21.09.2018 kurz vor 09:00 Uhr todesmutig am Bahnhof Hochheim am Main in die S-Bahn nach Frankfurt Hauptbahnhof. Da es sich um den Startpunkt handelte und der große Pendlerschwung offensichtlich vorbei war, blieb die Bahn, zumindest bis Höchst, relativ leer und ich konnte die Fahrt halbwegs gut überstehen. In Frankfurt angekommen entschied ich mich vom Hauptbahnhof zu meinem Ziel am Rossmarkt (nähe Hauptwache B-Ebene) zu laufen und möchte dazu nur James Bond zitieren, der zum Schluss der Eingangsszene von Goldfinger sagt: „Widerlich, einfach widerlich.

Kurz vor 10:00 Uhr erreichte ich meinen Dealer und nach kurzer Wartezeit, mit allen oben beschriebenen Entzugserscheinungen, konnte ich meinen „Stoff“ in Empfang nehmen. Dann hieß es aber nichts wie zurück nach Hause und ich begab mich in die B-Ebene der S- und U-Bahn-Station Hauptwache, wo mich der vorherrschende Gestank und die stickige, verbrauchte Luft erst einmal beinahe umhauten. Glücklicherweise kam meine S-Bahn schon nach wenigen Minuten Wartezeit und ich konnte den Heimweg antreten. Diesmal war es etwas voller und ich hatte die ganze Fahrt über das dringende Bedürfnis meine Geldbörse, andere Wertsachen und vor allem meine Neuerwerbung bestmöglich zu beschützen. Glücklicherweise habe ich überlebt, stieg in Hochheim wieder aus und war wenige Minuten später zuhause. Ziemlich genau zwei Stunden nach meinem Aufbruch.

Vor lauter Aufregung habe ich jetzt ganz vergessen zu erklären, worum es sich bei G.A.S. eigentlich genau handelt. Der Begriff kommt (selbstverständlich) aus dem englischsprachigen Raum und bedeutet Gear Acquisition Syndrome, also auf deutsch etwa Ausrüstungskaufrausch und das Objekt der Begierde könnt Ihr nun sicher erraten.

Hier ist sie, meine neue Fujifilm X-T3, in all ihrer Pracht

X-T3

Entschuldigt das schlechte Foto, es ist nur schnell mit dem iPhone geschossen und ich leide immer noch unter Nachwirkungen.

Diese Neuerwerbung wird in nächster Zeit sicher auch für den einen oder anderen Blogpost sorgen, als bleibt mir gewogen.

CU

P.S. Um noch einmal kurz auf das Thema ÖPNV zurück zu kommen. Alle, die eine ähnliche Meinung zu Bus und Bahn haben wie ich (und alle anderen natürlich auch), sollten auf jeden Fall einmal bei meinem lieben Bloggerkollegen Rainer Franke reinklicken und dort seine Serie „Freunde werden wir nicht“ lesen. Einfach köstlich.

P.P.S. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags habe ich eine Fujifilm X-Pro2 zu verkaufen. Sehr gepflegt und ein absoluten Topzustand. Wer also Interesse hat oder jemanden kennt, sollte mich bitte kontaktieren. Vielen Dank.

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