Der herbstliche Toskana-Trip (2)

Herzlich willkommen zu Teil 2 meines Toskana-Reiseberichts, bei dem es jetzt sofort und ohne mein übliches Geplapper weitergeht.

Wir schrieben den 10.09.2025 und der bereits am Vorabend einsetzende Regen hatte sich bis zum Morgen in einen richtigen Schutt verwandelt, der auch noch einige Stunden bis in den frühen Nachmittag andauern sollte. So blieb uns nichts anderes übrig, als auf dem Zimmer zu bleiben und sprichwörtlich auf besseres Wetter zu warten. Als dies dann endlich eintrat, folgten wir dem Hinweis unserer Wirtin und fuhren los nach San Gimignano, der Stadt mit den meisten erhaltenen Geschlechtertürmen in der ganzen Gegend. Das Städtchen gehört zu den am meisten besuchten Städten in der Toskana und selbst bei den suboptimalen Verhältnissen war noch vergleichsweise viel los. Immerhin war es aber kein Problem, einen stadtnahen und günstigen Parkplatz zu bekommen. So ließen wir uns also durch die alten Gassen treiben und kamen nicht umhin zweimal die beste Gelateria der Welt, Gelateria Dondoli, zu besuchen. Das Eis war einfach zuuuuu gut! Gegen Ende unseres Aufenthalts kam sogar die Sonne wieder raus und bescherte uns richtig tolle Ausblicke.

Bevor ich mit dem nächsten Ziel beginne, möchte ich noch etwas zum Autofahren in der Toskana erwähnen. Wir haben überwiegend versucht, uns auf Bundes- oder Nebenstraßen zu bewegen, oft auch weil es dazu keine Alternativen gab. Allerdings ist der Zustand dieser Straßen oft abenteuerlich. Eng, kurvenreich und mit Schlaglöchern übersät, die (gefühlt) die Größe von Bombenkratern haben. Dafür erlauben sie oft grandiose Ausblicke auf die toskanischen Hügel voller Weinstöcke und Olivenbäumen. Hinzu kommt, dass Verkehrsregeln für Italiener scheinbar nur eine lose Leitlinie darstellen. Oft genug wurden wir gedrängelt und an den unmöglichsten Stellen überholt. Da hilft nur ruhig bleiben und daran denken, dass man nicht auf der Flucht, sondern im Urlaub ist.

Am Folgetag ging es dann nach Siena und auch hier muss ich mit dem Straßenverkehr beginnen. Wenn man in die Nähe der Stadt kommt, sind immer wieder Parkmöglichkeiten ausgeschildert, so weit so gut. Allerdings sind wir jedes Mal im Nichts oder vor einer verkehrsberuhigten Zone gelandet, in der Einfahrt verboten war. Nach fast einer Stunde des Herumeierns entschieden wir uns für die Tiefgarage am Bahnhof. Die war sehr preisgünstig und man erreichte die Innenstadt sehr gut über eine Kaskade von Rolltreppen sowie einen kurzen Fußmarsch. Die Stadt selbst, so faszinierend sie theoretisch auch sein mag, hat uns nicht umgehauen. Es war einfach viel zu überlaufen und voller Touristen-Neppläden. Selbst unsere oft erfolgreiche Nebenstraßen-Strategie hat hier nicht wirklich funktioniert. Wenigstens hatten wir in der Stadt etwas für die Toskana sehr Unübliches gefunden: ein Brauhaus mit wirklich leckerem Bier!

Auf dem Rückweg haben wir dann noch einmal Castellina angesteuert, das wir bisher ja nur im Regen kannten. Hier waren wir nun bei schönem Sonnenschein genau richtig um zu entspannen, einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen und uns nochmals mit verschiedenen Sorten Olivenöl einzudecken.

Eigentlich wollte ich diesen Bericht auf drei Teile beschränken, da aber dieser hier schon lang genug ist, werden es halt vier. Beim nächsten bleiben wir noch einmal auf dem Land und im vierten geht es dann ausschließlich um Florenz. Also …

Stay tuned

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