Tu felix Austria (3)

In diesem dritten Teil meines Kärnten-Reiseberichts geht es erst einmal hoch hinaus, oder besser gesagt, hoch hinauf, nämlich auf über 1.900 Meter.

Aber jetzt erst einmal der Reihe nach. Für den 18. September war erneut kein Regen und sogar etwas Sonne angesagt, und so entschlossen wir uns, von Tröpolach aus mit der Gondelbahn Millennium-Express aufs Nassfeld zu fahren. Praktischerweise war diese normalerweise ziemlich teure Fahrt auch Bestandteil unserer Touristenkarte. Nachdem wir dann, nach einmal Umsteigen, an der Bergstation (1.902m) angekommen waren, haute es uns erst einmal fast um, denn es war bewölkt, sau-windig und scheiß-kalt. Da half nur noch Jacke schließen und loslaufen. Das taten wir dann auch die nächsten ca. zwei Stunden und bewegten uns fröhlich zwischen Österreich und Italien hin und her, denn die Grenze verläuft genau auf dieser Passhöhe. Hin und wieder kam auch die Sonne zum Vorschein und dann wurde es schlagartig richtig schön. Auch hier gab es für mich wieder einen tierischen Erstkontakt und zwar mit einem Murmeltier, das sich, Teleobjektiv sei Dank, sogar noch ablichten ließ, bevor es  in seinem Bau verschwand.

Da nach dieser Tour noch viel vom Tag übrig war, entschlossen wir uns kurzerhand als zweites Ziel noch zum Weißensee zu fahren. Dort hieß es sofort Jacke ausziehen, denn die Sonne kam durch. Deshalb machten wir auch nichts anderes als schlendern und ausruhen. Direkt am See ging das aber leider nicht, da alle Zugänge, die wir gesehen haben, privat waren und zu den örtlichen Hotels und Pensionen gehörten, echt schade. Auch hier galt außerdem der Vorteil Nebensaison, denn allein schon die großen, gebührenpflichtigen Parkplätze lassen erahnen, was dort im Sommer los ist. Wir hatten lediglich einige Busladungen Rentner zu umgehen.

Tags drauf hatten wir uns ein weiteres Highlight vorgenommen, eine Wanderung durch die Garnitzenklamm, oder zumindest einen Teil davon. Bei der Ankunft dort wunderten wir uns, dass nichts los war, was sich aber schnell aufklärte, da die Klamm, wie auf dem Schild am Kassenhäuschen zu lesen, geschlossen war. Da es aber nirgendwo irgendeine Art von Absperrung gab, beschlossen wir trotzdem loszulaufen, bzw. loszuklettern und wurden nicht nur mit einem fantastischen Naturspektakel, sondern auch mit nahezu absoluter Ruhe vor anderen Menschen belohnt. Wir begegneten tatsächlich auf der ganzen Strecke lediglich einem andern Pärchen! Gewandert sind wir die „einfachen“ Teile 1 und 2, wobei auch die die Wege teilweise seeehr schmal, rutschig und nur mit Hilfe der in den Fels geschlagenen Stahlbügel begehbar sind. Es hat schon seinen Grund, warum die Hinweistafeln unter anderem auf wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk hinweisen. Der Rückweg durch den Wald war auch nicht von schlechten Eltern, insbesondere die Abkürzung, die meine Frau gefunden hatte, ging super steil nach unten und richtig auf die Knie, dafür kamen wir dann aber fast direkt am Klammeingang wieder an. Nach diesem anstrengenden Tag hatten wir unser Abendessen im ZeitWirt´s Haus redlich verdient.

Hier folgen nun Bilder, die sagen ja bekanntlich mehr als Worte.

Stay tuned

Hier geht es weiter zu Teil 4

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