Madeira – Beim Zweiten sieht man besser(8)

Dies ist nun der achte Teil meines Madeira-Reiseberichts und ich verspreche Euch, es ist (endlich) der Letzte! Ich befürchte nur, dass er etwas länger ausfallen wird, also bleibt dran und lest bis zum Ende.

Weiter ging es am 19.06.2024, meinem 60. Geburtstag (Ja, ich weiß, man sieht es mir nicht an. Danke fürs Kompliment 😂), nochmal nach Funchal um dort ein Foto nachzustellen, das ich vor acht Jahren geschossen habe, damals noch mit Kindern. Hauptziel war aber Monte, wohin wir mit der Seilbahn hochfuhren. Dort git es eine recht bekannte Kirche, in der der letze Kaiser von Österreich-Ungarn, Karl I. begraben liegt und die „Bergstation“ der Holzschlitten, mit denen sich Touristen todesmutig herunter in die Stadt schlittern lassen. Ein echter Touristenhotspot, den wir uns, inklusive seiner schier endlosen Warteschlange, (natürlich) nur aus Entfernung angeschaut haben. Stattdessen schlenderten wir ein wenig durch die Gassen und fanden das Monte Tea House, ein absolut knuffiges und ruhiges kleines Lokal, in dem wir uns einen Mittags-Snack genehmigten, bevor es wieder zurück in die Stadt zum Bummeln ging.

Hier kommt ein Bonus-Tip in Fortsetzung zu Teil 5: Bewegt Euch weg und abseits der Touristenströme, dort ist es leiser, weniger hektisch und man findet immer wieder echte Perlen, an denen die Masse achtlos vorbeigeht.

Unser letzter richtiger Urlaubstag, 20.06.2024 startete mit der Fahrt nach Queimadas, um dort die Levada do Caldeirão Verde zu bewandern. Obwohl wir den wichtigsten Madeira-Tipp befolgten (Seid früh!), war es dort schon ziemlich voll als wir ankamen und zu allem Überfluss waren die anderen Besucher überwiegend Franzosen, die eine derartige Geräuschkulisse verursachten, dass mir die Ohren klingelten (siehe nochmal Teil 5). Da half uns der gerade eben erwähnte Tipp und wir setzten uns vom Hauptweg ab auf den  Caminho para todos „Weg für Alle“, um dort wunderschöne Aussicht und nahezu vollständige Ruhe zu genießen. Die Rückfahrt gestaltete sich, wie erwartet, sehr anspruchsvoll, denn die einzige Straße zu diesem Ziel ist einspurig und war zu beiden Seiten völlig chaotisch zugeparkt, da der vorhandene Wanderparkplatz rettungslos voll war. Bei manchen geparkten Fahrzeugen fragte ich mich, wie sie es schafften, nicht die Böschung herunter zu rutschen. 

Auf dem Rückweg zum Hotel ging es noch zu unserem letzen geplanten Ziel, der Rum-Destillerie Egenhos do Norte im Örtchen Porto da Cruz. Diese kann man nicht nur besichtigen, sondern dort auch Rum und viele andere madeirische Spezialitäten erwerben. Als Fahrer war es mir leider nicht vergönnt ein Tasting zu machen, und ich muss im Nachhinein auch sagen, dass es ein Fehler war, nicht eine Flasche von dem leckeren Stoff zu kaufen. Ich habe mich einfach nicht getraut so etwas im Reisegepäck zu transportieren (Bruchgefahr). Als Ausflugs- und Fotoziel war die Destille aber auf jeden Fall ein echtes Highlight zum Schluss unserer Reise.

21.06.2024: So, Schluss, Aus, Ende! Heimflug, das war´s.

Bleibt nur noch der obligatorische Blick auf mein genutztes Fotoequipment. Wieder einmal war es meine zuverlässige Fuji X-T5 und wieder einmal wurde die überwiegende Zahl der Fotos mit dem Tamron 18-300mm f3.5-6.3 und dem Viltrox 13mm f1.4 geschossen. Für mich mittlerweile die ideale Urlaubskombi, bei der man für (nahezu) alles gewappnet ist.

Madeira24-8-38

CU

P.S. Für diejenigen, die erst später eingestiegen sind geht es hier zu Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5 /  Teil 6 / Teil 7 – und die ganz Mutigen können hier acht Jahre zu unserem ersten Madeira-Aufenthalt zurückspringen

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