Eigentlich wollte ich zu unserem Dresden-Trip nur einen Beitrag schreiben, da dieser aber viel zu lang geworden wäre, habe ich mich entschlossen, zwei daraus zu machen. Hier gehts also jetzt weiter.
Tag Nummer drei startete (natürlich nach dem Frühstück) mit einem Ausflug nach Loschwitz. Mit dem ÖPNV ging es über das Blaue Wunder und dann zur Schwebebahn, die uns in den oberen Ortsteil brachte, damit wir dort bei bestem Wetter die fantastische Aussicht auf die Stadt und das Umland genießen konnten. Auf dem Rückweg gönnten wir uns noch eine große Runde Entspannung im Botanischen Garten und mussten dann recht früh zurück in die Neustadt. Dort hatten wir noch die Gelegenheit zu einem Kurzbesuch bei Pfunds Molkerei, dem schönsten Milchladen der Welt, der aber leider auch auf dem Plan jeder kommerziellen Stadtrundfahrt steht und daher ziemlich überlaufen war. Da hat es gerade für ein paar Handy-Fotos gereicht. Um 17:00 Uhr standen wir dann pünktlich zur Lokalöffnung an der Gaststätte Zum Bautzner Tor. Eine Empfehlung von Detlef G aus MR, die ich nur weitergeben kann. Von außen richtig abgefuckt aussehend, öffnet sich drinnen ein ähnliches Bild, das aber so viel Charme ausstrahlt und in der Verbindung mit freundlichem Service, leckeren Speisen, süffigen Bieren und fairen Preisen dazu verführt, nicht mehr rausgehen zu wollen. Ach ja, wer nicht schon wie wir um 17:00 den einzigen freien Tisch ergeiern möchte, sollte ausreichend(!!!) vorher reservieren. Danach gab es noch einen Absacker bei der Bierothek in der Kunsthofpassage und einen langen Spaziergang, der sich bis in die Dunkelheit ausdehnte und mir Gelegenheit bot, noch einige Nachtaufnahmen der historischen Altstadt zu machen. Zum Schluss wurde noch der Tag an der Hotelbar mit Whisky Sour und Gin Tonic resümiert und dann ging’s ab in die Kiste.
Tag vier stand dann schon im Zeichen der Abreise und wir ließen uns am Vormittag einfach durch die Stadt treiben und gingen durch ein paar Straßen, die wir vorher noch nicht betreten hatten. Auch ein Abstecher über den Dresdner Frühjahrsmarkt war dabei, wo wir, neben der Blasmusik und den ganzen Bratwurstständen, den eines ökologischen Weinguts fanden und natürlich einen der leckeren Tropfen verkosteten, was sich wirklich gelohnt hat. Als wir dann gegen Mittag zum Flughafen aufbrechen wollten, kam die „übliche“ SMS der Lufthansa, die uns mitteilte, dass unser Flug verspätet sei. Am Airport angekommen bot sich ein merkwürdiges Bild, alles war wie tot, nur vor den Lufthansa-Schaltern eine große Menschenschlange, denn unser Flug war mittlerweile annulliert und der nächste – und gleichzeitig letzte – Flug nach Frankfurt war natürlich schon ausgebucht. So ließen wir uns also unser Zugticket ausstellen und fuhren zurück zum Dresdner Hauptbahnhof, um unserem Heimflug im ICE anzutreten. Aus 50 Minuten Flug wurden über 5 Stunden Zugfahrt, so dass wir erst nach 23:00 Uhr zuhause ankamen. Der einzige Lichtblick war, dass die LH nicht zickte und wir nach Anforderung binnen drei Tagen unsere zustehende Entschädigungszahlung gemäß der Passagierrechte erhalten haben, ein kleiner Trost.
Zum Abschluss noch ein paar Bemerkungen.
* Die Lokale/Restaurants im der Altstadt rund um den Neumarkt sind teilweise absurd teuer und ich bin schon immer sehr misstrauisch, wenn die Speisekarte aus Bildern besteht und nur Allerweltszeug zeigt. Eine Ausnahme ist das Kunst Café Antik (siehe Teil 1), ansonsten bietet die Neustadt deutlich bessere Alternativen wie das Bautzner Tor (siehe oben) oder einen der unzähligen Vietnamesen, Italiener, Türken oder das Brauhaus Watzke mit verschiedenen Locations in der Stadt.
* Radeberger schmeckt recht gut, aber von Feldschlößchen solltet Ihr die Finger lassen, das ist total labberig. Probiert alternativ Schwarzer Steiger oder schaut noch besser, wo Ihr eines der vielen lokalen Craftbiere bekommt.
* Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, haben wir keins der unzähligen Museen besucht, die Dresden zu bieten hat, was eigentlich eine Schande ist. Das Problem ist aber die hohe Zahl Touristen, die hier schon Ende April durchgeschleust wird und alles einfach zuballert. Ich habe hierzu überlegt, vielleicht in der absoluten Nicht-Saison, also nach dem Sommer und vor dem Weihnachtsmarkt (Mitte-Ende Oktober) eine gezielte Museumsreise zu unternehmen.
Jetzt aber endlich die letzten Fotos.
CU
P.S. Normalerweise käme jetzt die Vorstellung meines genutzten Kamera-Equipments, doch diesmal gibt es dafür demnächst einen gesonderten Beitrag. Wartet´s ab.
Hallo Michael. Schöne Bilder aus einer schönen Stadt. Vielen Dank für Deine Erwähnung😉
Liebe Grüße von Detlef G. aus MR
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