Ja, wir sind so eine Art Wiederholungstäter, wie schon am Titel dieses Beitrags zu erkennen ist. Wir sind wieder in die Rhön gefahren, zum gleichen Ziel wie vor zwei Jahren. Warum? Weil es uns gut gefallen hat, weil wir den Aufenthalt noch einmal ohne die damals herrschenden Corona-Beschränkungen genießen wollten, weil wir noch Wege zum Wandern offen hatten, weil, weil weil …
Genug der Begründungen und Entschuldigungen, endlich zum Thema.
Es begann mit einer Verzögerung, denn da ich um 10:00 Uhr noch einen Termin in Frankfurt wahrnehmen musste, konnten wir nicht, wie ursprünglich geplant, losfahren nachdem wir unseren Hund um 09:30 Uhr in seinen wohlverdienten Urlaub in der Tierpension abgeliefert hatten. So wurde es also ca. 12:30 bis zu unserer Abfahrt, was uns, zusammen mit einer Straßensperrung und der zugehörigen grottenschlecht ausgeschilderten Umleitung kurz vor dem Ziel, erst um etwa 14:30 an unserer ersten Station ankommen ließ, Point Alpha. Hier, direkt an der ehemaligen Zonengrenze, ist eine Gedenkstätte entstanden, die sehr eindrücklich, interessant und teilweise auch bedrückend an die deutsche Teilung erinnert. Aufgeteilt auf zwei Locations, das Haus an der Grenze und das ehemalige amerikanische Camp Alpha, verbunden mit erhaltenen Fragmenten der früheren Grenzanlagen. Meiner Ansicht nach ein Muss für jeden Geschichtsunterricht und für alle anderen auch. Ob meine folgenden Fotos dies wiedergeben können, weiß ich nicht, ich empfehle aber jedem der interessiert ist, sich diese Doku des MDR anzuschauen :
Point Alpha – Der heißeste Punkt des Kalten Krieges | MDR DOK
Leider war uns uns nicht möglich alles anzuschauen, da wir zu unserem Hotel mussten, denn unser gebuchtes Arrangement begann mit einer ausführlichen Apfelweinprobe.
Oje, jetzt hätte ich mich fast in die Nesseln gesetzt, denn es handelte sich nicht um Apfelwein, sondern natürlich um Wein aus Äpfeln, welcher – außer dem Grundstoff Apfel – nichts mit dem im Frankfurter Umfeld üblichen Äppler gemein hat. Das beginnt mit dem wesentlich höheren Alkoholgehalt (ähnlich wie bei „richtigem“ Wein aus Trauben) und geht weiter mit den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen, Veredelungen usw.. Krönung des ganzen ist der ApfelSherry, der teilweise jahrelang in Holzfässern reift. Daran anschließend gab es Abendessen in Form einer Rhöner Brotzeit, ausschließlich mit regionalen Produkten höchster Qualität und – zu allem Überfluss – noch mit einem Bier, welches nach einem Rezept des Wirts nur für ihn gebraut wird, sehr lecker.
Das soll es für heute gewesen sein. Freut euch auf Teil 2, den ich bald hier posten werde und in dem es dann um unsere Rhönwanderungen gehen wird. Wir waren ja schließlich nicht nur zum Spaß da 😜😜.
Stay tuned!
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