Nach kurzer Pause geht es nun weiter mit Teil 3 meines Reiseberichts über unsere Dolomitenwanderung, danke fürs Dabeibleiben.
Die vierte Etappe führte uns von St. Kassian nach Cortina d’Ampezzo. Hier waren mehrere Varianten möglich, die Vorgabe war eine mit über 20 km Strecke und der Klassifizierung schwer, auf die wir dankend verzichteten. Wir entschieden uns für die Möglichkeit „nur“ zum Lagazuoi zu wandern, dann mit der Seilbahn zum Falzarego-Pass herunter zu fahren und zu guter Letzt in den Bus nach Cortina einzusteigen. So betrug unsere wandernd zurückgelegte Strecke zwar „nur“ 9,26 km, aber die hatten es in sich, denn es waren 1.079 Höhenmeter zu überwinden und insbesondere die letzten davon, zum Refugio Lagazuoi, waren nicht nur extrem steil, sondern auch felsig, rutschig vom Schotter und teilweise schneebedeckt. (Hier möchte ich nochmals auf dieses Zitat aus den Reiseunterlagen hinweisen!) Außerdem pfiff ein starker und saukalter Wind, der uns durchgeschwitzten Wanderern ganz und gar nicht zuträglich war. Den Müsliriegel zum Mittagessen hatten wir uns mehr als verdient.
Am letzten Tag unserer geplanten Wandertour ging es von Cortina d’Ampezzo zum Refugio Ospitale, von wo aus dann der Linienbus zurück zum Startpunkt Toblach fuhr. Hier gab es wieder eine (sogenannte) „mittel“ Wegführung und die von mir so betitelte Rentnervariante entlang einer ehemaligen Eisenbahnstrecke, die jetzt ein Rad- und Wanderweg ist. Für besagte haben wir uns auch entschieden und hatten somit nur 9,62 km und gerade einmal 247 hm. Meine Frau war allerdings irgendwie wandersüchtig geworden und wollte eigentlich die fast doppelt so lange und dreimal höhere „richtige“ Variante laufen, was zu einer zeitweiligen Missstimmung führte. Für mich war die Rentnervariante das, was ich mir unter einer leichten Wanderung vorstelle, nämlich ein schöner, erkennbarer Weg, moderate Steigung, tolle Ausblicke und schöne Passagen durch den Wald. Letztendlich haben unsere Füße es uns gedankt.
Wer jetzt glaubt, das war’s, der irrt, denn wir hatten noch drei Verlängerungstage in Welschnofen gebucht, wohin wir nach der letzten Nacht in Toblach aufgebrochen sind. Es geht also weiter mit Teil 4.
Stay tuned
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