Dolo(r)miten, die angeblich leichte Wanderung (2)

Herzlich willkommen zum zweiten Teil meines Dolomiten-Reiseberichts. Bevor es richtig losgeht, möchte ich noch ein wenig Aufklärung dahingehend betreiben, warum ich diese Beitragsreihe so betitelt habe, wie ihr oben lesen könnt. Dazu zitiere ich aus den Reiseunterlagen des Veranstalters:

„Die Wanderung verläuft entlang markierter Wanderwege, vor allem durch Wiesen und Wälder.
Mit den Dolomiten bleiben Sie zwar in Blickkontakt, felsige Wege finden Sie auf Ihrem Wegverlauf jedoch nicht.“

Da sowohl meine Frau als auch ich uns nicht als erfahrene Wanderer bezeichnen und wir auch noch nie vorher einen Wanderurlaub gemacht hatten, hielten wir das für genau richtig für uns. Bereits der erste Wandertag strafte obiges Zitat jedoch Lügen und, wie ihr im Laufe der Beiträge noch feststellen werdet, sollte es noch deutlich heftiger kommen.

Jetzt aber weiter im Thema. Die zweite Etappe führte uns von St. Vigil in Enneberg (Titelbild: Ausblick von unserem Hotelfenster) nach Abtei (Badia) und bescherte uns 1.292 Höhenmeter und 18,73 km Gesamtstrecke, Schwierigkeitsgrad mittel, Ausblicke fantastisch. Hier gab es eine Einkehrmöglichkeit in der Ütia de Rit (dieses Ladinisch ist schon eine merkwürdige Sprache), die wir gerne in Anspruch genommen haben, und der Endpunkt war dann das Schutzhaus Heiligkreuz. Von dort ging es mit der Seilbahn hinab nach Abtei. Auf die alternative Verlängerung der Etappe ohne Seilbahn haben wir dankend verzichtet.

DoloPano-1
Was wäre die Bergwelt ohne ein richtig großes Panorama

Tags darauf ging es zuerst einmal wieder mit der gleichen Seilbahn bergauf zum Start am Schutzhaus Heiligkreuz und von dort aus hinab nach St. Kassian. Diese Etappe mit nur 82 Höhenmetern und 6,92 km Gesamtstrecke (laut Reiseunterlagen 143 hm/10,1 km) war als einzige der ganzen Tour von vornherein als leicht klassifiziert. Klar, es ging ja auch „nur“ bergab, was ich teilweise schwieriger als bergauf empfand, denn insbesondere in steilen Passagen erhielt ich regelmäßig schmerzhafte Grüße von meinem Knie (voll Rohr aus’m Meniskus).

Das war’s für diesen Teil. Ich hoffe, ihr bleibt dran für den nächsten.

Stay tuned

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