Kennt jemand von euch die australische Band SPK? Ich vermute nicht, was auch nicht allzu verwunderlich ist. Die Band startete mit eher verstörenden Klangcollagen, ging über zum Genre, das wohl am ehesten mit Industrial zu beschreiben wäre und wandte sich dann irgendwann (1984) dem tanzbaren Synthiepop zu, woher ich sie kenne. Genau gesagt vom Album Machine Age Voodoo. Eine sehr interessante Wandlung, die hier durchgemacht wurde. Ich empfehle den zugehörigen Wikipedia-Artikel und auch den zu Graeme Revell, dem „Mastermind“ von SPK, der zu einem erfolgreichen Filmmusik-Komponisten wurde.
Wie viele von euch sicherlich schon vermutet haben, hat dieser Einstieg wieder einmal nicht mit dem eigentlichen Thema dieses Beitrags zu tun, bis auf die Tatsache, dass ich selbst ein bißchen Machine Age Voodoo praktiziert habe und zwar damit:
Gummipuffer und Kabel? Ganz genau, es geht um das, was viele bei HiFi als Voodoo bezeichnen. Die Gummipuffer unter dem Plattenspieler sind sicherlich noch nachvollziehbar, geht es hier doch hauptsächlich um Vibrationsdämpfung bis hin zum Schutz der Abtastnadel vor Beschädigung durch erschütterungsbedingte „Hüpfer“. Bei Kabeln des Stereosystems – und da gibt es jede Menge – scheiden sich schon die Geister. Im (sogenannten) audiophilen Bereich kann man locker drei- bis vierstellige Beträge für Kabel ausgeben, denen dann eine enorm förderliche Wirkung auf den Klang der wiederzugebenden Musik nachgesagt wird. Hier schütteln viele, inklusive meiner Person, den Kopf. Natürlich ist es für mich, mit meinen formidablen Physik-Schul-Halbwissen, irgendwo noch nachvollziehbar, dass ein dickes und gut geschirmtes Kabel Vorteile gegenüber einem dünnen „Klingeldraht“ hat aber ob es dann wirklich spezielle Wicklungen, exotische Legierungen oder Besprechen durch zentralafrikanische Schamanen sein muss, entzieht sich meinem Begriffsvermögen.
Da ich aber durch meinen lieben Freund Holger inzwischen regelmäßiger Leser von Lowbeats bin, habe ich mich „verleiten“ lassen und mir QED Lautsprecherkabel gegönnt, die neulich dort (mit sehr gutem Ergebnis) getestet wurden und sich in einer Preisklasse bewegen, die ich gewillt war auszugeben. Bei Amazon fand ich bei einem Anbieter aus UK einen fertig konfektionierten Satz (2x2m) QED XT25 zu einem deutlich geringeren Preis als vom deutschen Importeur und startete meinen eigenen, völlig unwissenschaftlichen (Hör-)Test. Natürlich hatte ich nicht die Möglichkeit die QEDs direkt gegen bzw. parallel zu meinen bisheriges Oehlbach-Kabel zu hören und natürlich war das einzige eingesetzte Messgerät meine Ohren und damit mein persönliches Klangempfinden.
Hier der „Testparcours“, den beide Kabelkonfigurationen (zuerst alt dann neu) durchlaufen haben:
Ich hatte mir diese vier Tracks ausgesucht, weil ich sie gut kenne und wusste, worauf ich speziell beim Klang achten wollte. Und das Ergebnis? Ja, ich habe Unterschiede und damit Verbesserungen gehört. Sicherlich nicht weltbewegend aber schön, wenn die Höhen klarer (luftiger) rüberkommen, der Bass voluminöser erscheint und das ganze Klangbild den Eindruck macht, als hätte man Watte entfernt, die vorher gedämpft hat.
Bleibt am Ende noch die Frage, ob ich die Verbesserungen wirklich gehört habe oder es nur glaube, weil ich sie hören wollte. Ja, ja die Psychologie! Ich kann es natürlich nicht abschliessend beantworten, aber selbst wenn ich mir alles nur eingebildet habe bleibt die Tatsache, dass die neuen Kabel wenigstens hochwertige Bananenstecker aufweisen, stabil in ihren Buchsen sitzen und es ordentlicher aussieht als vorher.😎
CU
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