Es gabat koa Leich

Den Abschluss-Post über unseren Chiemsee-Aufenthalt betitele ich in Abwandlung des Ausspruchs „Es gabat a Leich“ (Es gibt eine Leiche), den Frau Stockl, ihres Zeichens Sekretärin bei den Rosenheim Cops. Ja, wir waren in Rosenheim und auch noch an einigen anderen Orten in der Nähe unseres Urlaubsdomizils aber dazu später mehr.

Koa Leich deshalb, weil ich hier (natürlich) nicht über die Rosenheim Cops schreiben, sondern einmal unsere Erfahrungen und Erlebnisse zum Reisen in Corona-Zeiten wiedergeben möchte. Ich weiß, ich bin dafür eigentlich schon wieder viel zu spät weil ja gerade alles besser wird, wir zu Normalität zurückkehren, Öffnungen anstehen undsoweiterundsofortblablabla. Nennt mich einen Pessimisten aber ich befürchte, der Zauber ist noch nicht vorbei (so sehr ich mir das auch wünsche) und vielleicht kann der eine oder die andere etwas mit den folgenden Zeilen anfangen.

  • Anreise und Aufenthalt: Wir mussten einen negativen Corona-Test, nicht älter als 24 Stunden vorlegen, damit wir überhaupt eingelassen werden. Darüber hinaus erneute Testung alle 48 Stunden durch eine Testeinrichtung oder einen Selbsttest unter Aufsicht des Gastgebers.
  • Maskenpflicht: Maske ist nicht gleich Maske und jedes Bundesland oder kleinere Verwaltungseinheit kocht ihr eigenes Süppchen. So standen wir zum Beispiel an der Kasse für die Chiemsee-Schiffahrt und wurden dort darauf hingewiesen, das unsere medizinischen Masken nicht erlaubt seien, da die Schiffe der örtliche ÖPNV sind und somit zwingend FFP2-Masken zu tragen sind, die natürlich beim Kassenhäuschen für 3,00€ das Stück zu erworben werden konnten.
  • Gastronomie: Zum Zeitpunkt unserer Reise durfte in Bayern nur die Aussengastronomie öffnen (Bei uns in Wiesbaden ist heute, eine Woche später, immer noch alles dicht). Das klingt nach „wenigstens etwas“, wurde aber aus zwei Gründen sehr ungemütlich. Zum einen war es abends in dieser Woche richtig kalt (einstellige Temperaturen), und zum zweiten haben die Lokalitäten gar nicht erst geöffnet, wenn das Wetter es, nach Meinung der Wirte, nicht hergab. So mussten wir uns einmal notdürftig mit Einkäufen aus dem Supermarkt versorgen und ein andermal waren wir froh um den Wasserkocher auf unserem Zimmer, denn meine Frau hatte Teebeutel und ich meinen Flachmann, gefüllt mit Rum, mitgenommen.
  • Ausflugsziele/Sehenswürdigkeiten: Geschlossen, offen, offen nur mit Online-Voranmeldung, nur teilgeöffnet, … Der Flickenteppich lässt grüßen. Das Angebot war dadurch sehr eingeschränkt und wir mussten Kompromisse schließen oder haben verzichtet. Was nützt zu Beispiel eine fahrende Bergbahn, wenn oben alles gesperrt ist.

Okay, das soll reichen, ich denke ihr habt die Idee, was ich sagen möchte oder ähnliches schon selbst erlebt.

Zum Abschluss kommen hier noch ein paar Fotos. Alle nicht gut und bestenfalls dokumentarische Zwecke erfüllend. Gstadt, Rosenheim, Herreninsel, Fraueninsel, rund um den See.

Zu guter letzt die Frage, ob wir wieder einmal an den Chiemsee fahren würden. Ja – und am liebsten unter (etwas erleichterten) Corona-Bedingungen mit garantiert gutem Wetter, denn diese Kombination würde für uns vieles vereinfachen, was ich oben moniert habe. Und Corona-Einschränkungen deshalb, weiblich auf YouTube gesehen habe, wie es in normalen Zeiten dort zugeht, ich sage nur MENSCHENMASSEN!

CU

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