Dem aufmerksamen Leser jedweden Geschlechts mag aufgefallen sein, dass ich im vorigen Jahr gar nicht über unseren obligatorischen Schwarzwald-Urlaub in den Herbstferien berichtet habe. Das hatte vor allem den Grund, dass ich euch nicht mit den immer gleichen Dingen langweilen wollte, denn so erholsam diese Woche für uns immer ist, so gleichförmig mag es für Dritte erscheinen. Warum also dieses Jahr wieder? Ganz einfach weil ich erstens Lust dazu habe, zweitens weil ich viel fotografiert habe, was ich präsentieren möchte und drittens, weil diesmal doch einiges anders war.
Ich fange mal mit drittens an. Wie schon im Vorjahr fuhr nur noch unsere „kleine“ Tochter (17 Jahre) mit, die auf unserem Ferienhof eine Freundin treffen wollte, die sie dort seit Jahren trifft (auch Dauergäste). Allerdings reiste sie schon in der Wochenmitte alleine mit dem Zug zurück nach Hause, um dort ihrem Freund „beizustehen“ der an der Schulter operiert wurde. So waren wir dann zur Hälfte als älteres Ehepaar ohne Anhang unterwegs. Schön aber auch irgendwie merkwürdig. Und natürlich gab es diesmal auch einen externen Faktor, die vieles anders erscheinen ließ und der heißt natürlich Covid19 aka Coronavirus. Glücklicherweise wohnen wir in keinem Risikogebiet und durften (Stand Datum der Anreise) überhaupt in Baden-Württemberg beherbergt werden aber viele Dinge waren halt auf Abstand. So entfiel diesmal (natürlich) die gemeinsame „Flammkuchen-Orgie“, die sonst von unseren Gastgebern ausgerichtet wurde und das Händeschütteln, der freundliche Klaps oder die Umarmung lieb gewonnener Miturlauber waren halt nicht möglich. Immerhin war es möglich ins Elsass zu fahren, welches als einzige französische Festlandsregion noch warnungsfrei betreten werden durfte. Damit waren zumindest das vorzügliche Mittagessen im A la Couronne und die Auffüllung unserer Cremant-, Pinot Noir- und Zwieback-Vorräte gesichert.
Anders war auch, dass ich diesmal nicht alleine mit der Kamera unterwegs war, sondern dass auch meine Frau ihre X-T20 mitgenommen hatte und wir gemeinsam fotografisch losgezogen sind (als älteres Ehepaar ohne Anhang). Die jetzt folgenden Fotos stammen allerdings ausschließlich von mir. Da ich gefühlt am und um den Haghof schon alles durchfotografiert habe, setzte ich mit eine Aufgabe (neudeutsch Challenge) und machte in Makrofotografie. Freut euch also auf winzige Wälder und leuchtende Pilze.
Für die, die es wissen wollen: Alle Fotos entstanden mit der Fujifilm X-T4. Als Objektiv kam das XF 35mm f2 („Fujicron“) zum Einsatz auf das noch die Raynox DCR-150 Vorsatzlinse geschraubt wurde. Das Leuchten stammt aus einer billigen Yongnuo LED-Videoleuchte. Das war schon alles.
Fortsetzung folgt, also …
stay tuned
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