Hier ist nun der letzte Teil meines Rhön-Reiseberichts und diesmal geht es ohne Vorgeplänkel direkt los.
Der dritte – und damit letzte volle Aufenthaltstag – begann da, wir wir am Vortag schon waren: am Schwarzen Moor. Diesmal allerdings mit dem Auto, denn wir wollten nur noch eine Location besuchen, die wir beim ersten Mal ausgelassen haben. Ganz in der Nähe des Schwarzen Moors verlief nämlich früher die innerdeutsche Grenze und nur wenige hundert Meter vom Parkplatz entfernt sind einige Relikte davon erhalten geblieben, denen wir noch einen fotografischen Besuch abstatten wollten. Das Wetter hatte auch wieder etwas ganz besonders zu bieten, denn wir bewegten uns in der Moorlandschaft durch eine Nebelsuppe, die jedem altmodischen Gruselfilm gut zu Gesicht gestanden hätte. So wären wir auch beinahe an unserem Ziel vorbei gelaufen, wären nicht auf dem Boden irgendwann merkwürdige Raster-Betonplatten aufgetaucht, denen wir dann gefolgt sind, bis sich die Ruinen aus dem Nebel schälten.
Mangels anderer Ideen und um dem Nebel zu entkommen, machten wir uns anschließend auf den Weg ins knapp 40 Kilometer entfernte Fulda, um hier ein wenig durch die Stadt zu spazieren, die nicht nur den bekannten Dom und andere Kirchen sondern auch ein ganzes Barockviertel mit entsprechend opulenter Architektur zu bieten hat. Irgendwie hielt es uns dort aber trotzdem nicht lange und wir machten uns zurück zu unserem Hotel und damit in die Natur.
Nach einer kurzen Rast mit flüssiger Apfelstärkung ging es zu Fuß zu einer der Krenzerschen Streuobstwiesen. Selbst hier begegnete uns das Wanderwegproblem, denn die Wiese sollte nur ca. einen Kilometer vom Hotel entfernt sein und wir waren schon zwei Kilometer gelaufen, ohne dass sich etwas zeigte. Also hieß es wieder einmal umdrehen, umherschauen und dann doch finden, was gesucht war. Die handgezeichnete „Karte“, die man im Hotel mitnehmen konnte, war ganz einfach nicht einmal das Papier wert, auf dem sie ausgedruckt war und die versprochene „Überraschung“ im alten Apfelbaum war leider auch schon von anderen gefunden worden. Aber was soll´s, ist schließlich Urlaub und keine Geschäftstermin.
So, damit habt ihr es geschafft, ich bin fast fertig. Für die Feinschmecker noch eine kleine Ergänzung: Am Vortag hatte ich Weißbiergulasch vom Rhöner Fleckvieh mit hausgemachten Spatzeklöss und als letztes Abendessen gab es die Hausspezialität Seifertser Krautpfanne mit Hackfleisch. Beides sehr leggäh.
In diesem Sinne

und
CU
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