Bevor ich mit meinem Reisebericht fortfahre möchte ich die im ersten Teil begonnene Liste der Ignoranten um einen weiteren Namen ergänzen: Alexander Grigorjewitsch Lukaschenko. Sollten euch noch weitere einfallen, dürft ihr sie gerne in den Kommentaren ergänzen.
Nun aber los mit dem zweiten Tag unseres Aufenthalts, der mit einem sehr leckeren und reichhaltigen Frühstück begann, bei dem sich das Servicepersonal alle Mühe gab, das Corona-bedingt unmögliche Buffet vergessen zu lassen. Darüber hinaus waren wir sehr erfreut darüber, dass – genau wie am Vortag – die Wettervorhersage nicht zutraf. Diese zeigte für den ganzen Tag durchgängig Regen an aber beim Blick aus dem Fenster lachte uns die Sonne an. Unser Wanderziel für diesen Tag war das Schwarze Moor, laut der Wanderwegweiser nur fünf Kilometer entfernt, wenn auch mit einigen Höhenmetern Anstieg versehen.
Womit wir wieder einmal beim Thema Wanderwege wären. Ich habe mich in der Vergangenheit schon einige Male (z. B. hier) über Wanderwege und insbesondere über deren beschissene merkwürdige Beschilderung ausgelassen. Auch in der Rhön ist das nicht besser. So ist zum Beispiel an einem schnurgeraden Weg ohne Alternativen gefühlt jeder zweite Baum mit Schildern zugepflastert, aber wehe man kommt an eine Einmündung, Abzweigung oder gar eine Kreuzung, denn da hört meistens sofort alles auf. Mit ein wenig Glück kann man nach 50 bis 100 Metern wieder ein Schild entdecken und befindet sich dann hoffentlich noch auf dem richtigen Weg. Ansonsten heißt es umkehren und neu ausprobieren. Leider sind Google Maps und Apples Karten-App auch nicht richtig zu gebrauchen, da man sich doch oft mitten im Wald und somit im Funk- bzw. GPS-Loch befindet.
Unser Weg führte uns erst entlang eines schönen, kleinen Bachs, vorbei an einer Schutzhütte mit Ruhebänken und einem wunderschönen Ausblick hoch zum Dreiländereck Hessen/Bayern/Thüringen, wo uns dann das gerade beschriebene Unheil traf und wir die falsche Seite der Weggabelung nahmen. Leider war es hier nicht mit nach 50 Meter umkehren getan. Wir hatten einen sehr schönen Weg, nur leider nicht dahin, wo wir wollten und mussten dadurch eine zusätzliche Schleife einlegen, die die Strecke von fünf auf ca. neun Kilometer verlängerte. Darauf gab es am Schwarzen Moor erst einmal ein leckeres Radler, bevor wir den Bohlen-Rundweg (nein, nicht Dieter) durch das Schutzgebiet in Angriff nahmen.
Während unserer Irrungen hatten wir glücklicherweise einen Wegweiser gesehen, der uns dann auf dem richtigen Weg (ja, der den wir auch hin hätten nehmen sollen!!!) zurück brachte. Eine „Belohnung“ dafür gab es auch in Form eines rasend schnell aufziehenden Gewitters, dessen Schutt uns ungefähr drei Kilometer vor dem Hotel mit voller Wucht traf. Egal, es hat Spaß gemacht, wir sind ja nicht aus Zucker und Schuhe und Klamotten trocknen ja auch wieder.
Das war jetzt schon wieder viel mehr Text als ich schreiben wollte. Deshalb mache ich hier Schluß, zeige einige Fotos und drohe schon einmal Teil 3 an, der bald folgt.
Stay tuned
Fotos mit dem neuen Fuji Quipment???
LikeLike
So isses. Demnächst werde ich mich auch mal an einen ersten Erfahrungsbericht machen.
LikeLike
Gerne!!!
LikeLike