Ganz tief Bohren

Endlich einmal wieder ein Blogbeitrag, der sich nicht mit Zigarrenclub-Treffen oder ähnlichen Themen befasst. Holger wird sich freuen und ich tue es irgendwie auch, denn so sehr ich meine Zigarrenevents liebe, so sehr war es an der Zeit wieder einmal etwas Abwechslung zu bringen. Heute gibt es also etwas zu einem Thema, von dem ich zwar keine Ahnung habe (aber davon jede Menge), mich aber gerne darüber auslasse: Musik.

Der gut informierte Leser jedweden Geschlechts weiß natürlich, dass es für mich nichts besseres als guten, alten 80er-Jahre Synthiepop gibt. Es gebe dies auch offen zu, nichtsdestotrotz strecke ich immer wieder meine Fühler in andere Genres aus und füge die Sachen, die mir gefallen, meinem Hör-Portfolio hinzu. So auch bei meine letzte Erwerbung. Das neue Album der „langsamsten Band der Welt“ namens Bohren und der Club of Gore mit dem Titel Patchouli Blue.

Bohren1

Bohren und der Club of Gore sind eine deutsche Band, die bereits seit 1988 existiert und auf die ich vor einigen Jahren über einen YouTube-Kanal, der sich mit Vinyl beschäftigt gestolpert bin. Damals mit dem Album Sunset Mission, das ich mir einfach auf gut Glück gekauft hatte und sofort angefixt war.

Bohren2

Die Musik ist schwer zu beschreiben und wird meistens mit Dark Jazz oder Moody Jazz tituliert. Sie zeichnet sich durch minimale Instrumentierung, die (oben bereits erwähnte) Langsamkeit und den (nahezu) vollständigen Verzicht auf Gesang aus. Gerade dadurch hänge ich aber sozusagen an jedem einzelnen Ton. Meine Frau bezeichnet die Musik mit Adjektiven wie deprimierend, ich hingegen sage ganz klar das Gegenteil, denn mich entspannt sie herrlich ohne in „Fahrstuhlgedudel“ abzugleiten. Sicherlich genau richtig in Begleitung einer schönen, großen Zigarre und einer guten Flasche Rum. Genau da entsteht jedoch ein gewisses Dilemma, denn ich finde, dass man diese Musik einfach von Schallplatte hören muss. Leider muss der Hörer dann seine Entspannung immer wieder mal unterbrechen oder er sieht den (Platten-) Seitenwechsel als Teil des Rituals. 

Sollte ich jetzt wirklich jemanden für die Band interessiert haben gibt es einen guten Einstieg, nämlich Bohren for Beginners eine Compilation mit Titeln aus den vorigen Alben (allerdings „nur“ als CD). Und wer Amazon Prime-Kunde ist kommt in diesem Rahmen sogar kostenlos an einiges Material.

Bohren3

In diesem Sinne: Have a good listening experience und

CU

P.S. Ich habe sogar einen Wikipedia-Artikel über die Band gefunden.

Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑