Alte Wunden

Der zweite Blogpost hintereinander, in dessen Titel das Wort alt vorkommt. Egal, das soll’s!

In alten Wunden sollte man nicht herumstochern oder diese gar wieder aufreissen. Einen solchen Rat würde man sicherlich von jedem Mediziner, Psychologen oder gutem Freund hören. Ich habe es trotzdem getan.

Hier nun ganz kurz die Story, wie es dazu kam. Angeregt durch meinen lieben Bloggerkollegen Rainer Franke und meinen eigenen Beitrag Autumn Leaves von vor sechs Jahren, wollte ich einfach mal wieder eine Kamera in die Hand nehmen und ein paar Bilder mit herbstlichen Motiven machen. Hängen geblieben bin ich dann bei meiner Fuji X-E1, an die ich das 50er Fujicron (Fujinon XF 50mm f2) geschraubt habe, da ich dieses wunderschöne Objektiv viel zu selten nutze. Als Motive hatte ich mir herbstliche Blätter und Beeren ausgesucht (Ja, ich weiss, seeeehr kreativ (nicht)). Zurück zuhause kam ich dann auf die Idee, die RAW-Dateien einmal wieder mit Capture One zu entwickeln und das Unheil nahm seinen Lauf.

Nachdem ich die Fotos in Capture One importiert hatte, war ich schon sehr überrascht vom Look ohne jegliche Bearbeitung, also importierte ich das ganze Set auch in Lightroom und schaltete dauernd hin und her, um zu vergleichen. Dann ließ ich bei beiden Apps einfach die automatischen Anpassungen drüberlaufen und die Ergebnisse seht ihr weiter unten. Ich finde, man sieht – selbst bei diesen verkleinerten JPGs – dass Capture One eine höhere Schärfe aufweist und auch die Farben anders interpretiert. Tendenziell fand ich diese Varianten schöner als die aus Lightroom. Womit ich bei der alten Wunde angekommen wäre, nämlich der in meinem Geldbeutel, denn ich bin seinerzeit von Lightroom zu Capture One und wieder zurück gewechselt und habe dabei natürlich eine Stange Geld in den Sand gesetzt (das will ich gar nicht in Bier umrechnen).

Mein heutiges Fazit: Ich werde trotz der schöneren Ergebnisse – erst einmal – weiter bei Lightroom bleiben, denn diese Software kann ich, auf einem amateurhaften Level, gut bedienen und ich komme schnell zu Ergebnissen, die ich erzielen möchte. Bei Capture One habe ich weiterhin das Problem, dass sich das Programm mir einfach nicht erschließt und, außer der Automatik und den „generellen Reglern“, nichts so funktioniert, wie ich es möchte oder erwarte. Natürlich hätte ich Lust, das ganze zu ergründen aber dazu fehlt mir einfach die Zeit und die Geduld. Deswegen lasse ich die alte Wunde einfach weiter bestehen, werde vielleicht sicher immer mal wieder darin herumstochern und überlasse Euch jetzt die Vergleichsfotos, damit Ihr euch eine eigene Meinung bilden könnt.

Links Capture One, rechts Lightroom.

CU

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