Endlich mal wieder was Altes

Okay, ich hätte auch Endlich mal wieder ein Blogpost titeln können, aber lassen wir das und kommen zum Thema.

Ich halte Euch ja seit einiger Zeit über die „Entwicklung“ meiner HiFi-Anlage informiert, insbesondere über die völlig sinnlosen, weil obsoleten Komponenten, wie Tapedecks, digital und analog. Dabei fällt mir ein, dass Ihr auch mein aktuelles Tapedeck noch gar nicht kennt, obwohl ich es nun schon seit einiger Zeit besitze, ein Pioneer CT-S450S mit Dolby S und allem Schnick und Schnack, dass mir der liebe Gottfried einfach mal so überlassen hat, weil es bei ihm nur im Keller herumstand und Staub sammelte.

Minidisc-3

Meine neueste Retro-Erwerbung habe ich vor einigen Wochen gemacht. Es handelt sich um einen Gerätetyp, der mich schon länger interessierte, zu dem ich aber kein preislich passendes Angebot auf dem Markt fand. Bis dann auf einmal diese Anzeige bei eBay-Kleinanzeigen auftauchte und ein netter älterer Herr ein solches Teil für gerade einmal 25,00 Euro anbot. Ein Sony MDS-JE520 Minidisc-Deck und zu allem Überfluss auch noch ein Stapel selbst bespielter Minidiscs dazu. Minidisc war in den 90ern das Konkurrenzprodukt zur dcc. Beide sollten die altehrwürdige Compact-Cassette ablösen aber keines der beiden Formate hat es wirklich geschafft. dcc hat nach nur vier Jahren das Zeitliche gesegnet und auch Minidisc gilt als Flop, hat aber wesentlich länger durchgehalten. In Japan gibt es sogar noch heute unbespielte Minidiscs zu kaufen.

Minidisc-1

Ich will Euch nicht mit zu viel Geschichtsunterricht langweilen, klickt einfach auf die im Text enthaltenen Links um tiefer in die Materie einzutauchen. Darüber hinaus empfehle ich zu diesen (und anderen Retro-Tech Themen) den YouTube-Kanal Techmoan, eine wahre Fundgrube mit genialem Zeug.

Das Problem bei Minidisc (und auch bei dcc) ist, dass es sich um ein Format aus den 90ern handelt und es in dieser Zeit einfach keine gute Musik gab. So ist die Anzahl der (auch) auf Minidisc erschienenen Alben nur gering, viele sind absolut nicht mein Geschmack, und die Preise, die bei Discogs oder anderen Plattformen aufgerufen werden, sind teilweise geradezu astronomisch. Der mitgelieferte Minidisc Stapel gab bis auf eine Dire Straits gar nichts her, aber ein bisschen Material habe ich dennoch erwerben können. Neben zwei alten Alben, die unterschiedlicher nicht sein könnten, hat Anders Enger Jensen seine Retro Grooves, die ich bereits auf Cassette besitze, jetzt auch auf Minidisc veröffentlicht und ich habe zugeschlagen.

So, das soll es jetzt aber gewesen sein. Zum Schluss noch eine Bitte: Wer von Euch noch Minidiscs und/oder dcc’s zuhause hat und bereit ist, diese abzugeben darf und soll sich gerne bei mir melden.

CU

P.S. Hier noch zwei Links zum Thema:

http://www.minidisc.org

https://dccmuseum.com

 

Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑