Hier ist nun Folge 5 dieser Serie und ich hoffe (für Euch), heute damit (endlich) fertig zu werden, also los geht’s.
Wir schreiben den 03.09.2019 und heute ist der Tag des Wettbewerbs, an dem ich als Vertreter der Station Frankfurt teilnehmen soll. Glücklicherweise kann ich dafür ausschlafen, denn ich bin in der Nachmittags-Gruppe und werde um 13:30 von einem japanischen Kollegen aus Frankfurt, der parallel zu mir in Tokio weilt, abgeholt und zum Austragungsort begleitet. Das war auch gut so, denn alleine wäre ich (wieder einmal) lost gewesen. Ich sagen nur mit dem Zug von Otorii nach Tenkubashi, Umstieg in die Tokyo Monorail, nächste Station Seibijo wieder raus und weiter in ein flughafennahes Gewerbegebiet, in dem sich dann das Schulungscenter der ANA befindet. Das Ganze ging dann, für japanische Verhältnisse, sehr locker über die Bühne und ich freute mich schon auf das Abendessen, das auch von einem Ex-Frankfurter organisiert worden war und zu dem sich dann eine ganze Horde japanischer Kollegen einfand, die alle einmal in Frankfurt „gedient“ haben und die alle Deutschland vermissen. Es war köstlich, nicht nur das Essen sondern der ganze Abend. Auch wenn sie es vermutlich nicht lesen, geht mein riesiger Dank an alle Beteiligten.
In der folgenden Nacht hatte ich zwar nur zu fünf Stunden Schlaf, fühlte mich am nächsten Morgen aber ausgeruht und freute mich Nagatomo san, aka Taka vom Vorabend, noch einmal zu treffen, da ich von ihm eine exklusive Führung durch den Haneda Airport bekam. Ich glaube, ich habe noch nie ein so sauberes öffentliches Gebäude gesehen, hier könnte man wirklich direkt vom Fußboden essen. Das gilt auch für die rückwärtigen Bereiche, die nur dem Personal zugänglich sind. Auch wenn ich davon keine Fotos zeigen kann, glaubt mir einfach. Ein paar offizielle Fotos gibt es natürlich trotzdem, auch wenn der Himmel komplett wolkenverhangen war. Mein offizielles Programm war damit beendet, doch mir stand noch ein Umzug bevor. Da mein Hotel vom Headquarter nur für den Contest gebucht war, musste ich morgens schon mein Zimmer räumen und meinen Koffer zwischenlagern. Diesen holte ich dann nach der Flughafenbesichtigung ab und machte mich auf den Weg zur Shinagawa Station, in deren Nähe sich mein zweites Hotel, für meinen Verlängerungstag gebucht von der Frankfurter Station, befand. Nach Hotel Nr. 1 hatte ich keine großen Hoffnungen, insbesondere, weil Hotel Nr. 2 mitten in der Stadt war. Um so mehr war ich überrascht, als ich dort eintraf. Ein absolut nobler Schuppen mit eigenem, kleinen Park und absoluter Ruhe mitten im tokioter Trubel. Als ich dann noch mein Zimmer im obersten Stock betrat, dessen Bett gefühlt größer war als meine gesamte, vorige Bleibe, und ich einen Blick aus dem riesigen Panoramafenster warf, war die Welt für mich mehr als in Ordnung. Warum nicht von Anfang an so😜? Den Ausblick habe ich sehr genossen, auch weil ich zu diesem Zeitpunkt ziemlich „platt“ war und an diesem Abend nicht mehr viel unternahm. Ein kurzer Zug durchs Viertel, eine nette, kleine Bar mit frisch gegrillten Spießchen und leckerem Bier, der erste Sake meines Lebens (wahrscheinlich auch der letzte) und dann war es Zeit fürs Bett. Am Morgen des 05. September hieß es dann nur noch aufstehen, packen und ab zum Airport. Ich hatte das Riesen-Glück, dass ich von Taka wieder in die Business Class upgegraded wurde und so auch den Rückflug genießen konnte. Zwar wieder ohne Schlaf, dafür aber auch wieder mit leckeren Menüs, guten Getränken sowie Avengers:Endgame, Captain Marvel und Tolkien😜.So, das war’s, ich habe es tatsächlich geschafft fertig zu werden. Ich hoffe, mein Reisebericht hat Euch gefallen und vielleicht sogar den einen oder anderen inspiriert. Obwohl ich persönlich immer abgewunken hätte, wenn mir jemand eine Tokio-Reise vorgeschlagen hätte, war es für mich ein Erlebnis, das ich nicht mehr missen möchte, aller Anstrengung und langer Flugzeiten zum Trotz.
Für alle, denen die Bilder in den einzelnen Folgen nicht gereicht haben oder zu klein waren, habe ich ein Album auf Flickr angelegt. Hier geht’s lang, viel Spaß.
CU
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