Lost in Tokyo (4)

Eigentlich wollte ich jetzt als Starter einen Vergleich zwischen mir und Peter Jackson, dem Regisseur von Der Hobbit,  verwenden, weil ich hier bereits bei Folge 4 meines Reiseberichts bin, aber immer noch vom ersten Tag berichte. Irgendwie schien mir dieser Vergleich aber schon abgedroschen. Ist ja auch klar, denn ich habe ihn schon einmal bemüht und lasse es deshalb diesmal  sein.

Jetzt geht es weiter mit dem eigentlichen Thema, denn nachdem ich endlich in meinem Hotel einchecken konnte (siehe Folge 3), ging es kurz darauf wieder in den Zug um zur Shinagawa Station zu fahren. Dieser Bahnhof ist einfach nur riesig und rings um ihn herum werden einige Tokio-Klischees bedient, auf die ich es auch fotografisch abgesehen hatte. Das Zauberwort heißt Nachtfotografie Tokio-Style, also viele große Leuchtreklamen, belebte Straßen, und ringsherum Hochhauskomplexe, teil ins gewagter Architektur und natürlich alles in Licht getaucht. Und die „Nacht“ fing früh an, Sonnenuntergang war um 18:05 Uhr und der Übergang war so schnell, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Hierfür hatte ich leichtes Equipment gewählt und nur das 23mm f2-Objektiv an meine X-T3 geschnallt. Dieser Abend war schon ein heftiges Erlebnis, denn trotz tausender Menschen, die teilweise wie Ameisen in den riesigen Gebäuden wirkten, war ich doch ganz alleine und die Eindrücke prasselten auf mich herein. Ja, ich weiß wie sülzig das gerade geschrieben war, aber anders kann ich es wirklich nicht beschreiben. Damit ihr einen Eindruck bekommt, hier eine Auswahl meiner Fotos von diesem Abend.

Danach ging es endlich zurück ins Hotel, was auch nötig war, denn zu diesem Zeitpunkt war ich schon mehr als 24 Stunden ohne Schlaf und freute mich auf mein Bett. Dort wachte ich dann nach genau sieben Stunden wieder auf, um sofort mit dem Schwitzen anzufangen, denn an den Temperaturen hatte sich nichts geändert. Mein Hotel bot westliches Frühstück an, welches aus den Aufbackvarianten von Mini-Croissants und Mini-Schokocrossaints bestand. Dazu gab es auch Margarine und eine Sorte Marmelade, alles natürlich in kleinen Plastikportionen. Ich habe dann doch zur regionalen Variante gegriffen und mich an gebratenen Nudeln, Reis, Fleischbällchen und diversen „Salaten“, die ich nicht genauer beschreiben kann, gütlich getan. Wenigstens gab es akzeptablen Kaffee!

Im Anschluss zog es mich wieder nach draußen, denn mein offizieller Termin war erst für den Nachmittag angesetzt und ich wollte die Gegend um mein Hotel herum erkunden, sozusagen als Kontrastprogramm, denn es handelte sich um ein ganz normales Wohnviertel. Dort gab es viele kleine Häuschen, auch ein paar größere Wohnblocks, enge Gassen, kleine Läden, Schulen usw. Alles so normal, dass es keiner merken würde, wenn ich die Fotos mit dem Kommentar „in einen japanischen Kleinstadt“ versehen würde. Mittendrin fand ich dann auch noch einen Friedhof und einen kleinen Park, in dem dann die ersten Zeilen dieses Reiseberichts entstanden sind. Seht selbst:

Nachmittags ging es dann, wie bereits erwähnt zu meinem Wettbewerb und abends traf ich mich dann mit einigen japanischen Ex-Frankfurtern zum Essen. Das war ein Riesen-Spaß, aber ihr ahnt es schon, das Thema für den nächsten Teil. Also wieder einmal

Stay tuned

Weiter zu Folge 5

4 Antworten auf „Lost in Tokyo (4)

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  1. Wieder mal ein paar echt schöne Aufnahmen dabei, seltsamerweise im Blog etwas niedrig aufgelöst.

    Japan steht auch auf unserer mit midterm-Urlaubsliste, bei Amazon Prime gibt es übrigens eine nette Dokureihe dazu.

    Hast du dich eigentlich auch schon mal dem Thema Stative gewidmet?

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    1. Danke für das Lob. Was die Auflösung der Bilder betrifft kann ich dir nicht ganz folgen. Ich verkleinere sie zwar aber trotzdem sollten Sie halbwegs ordentlich aussehen. Ich werde mir das morgen noch mal am Mac anschauen. Was Stative anbelangt, so habe ich zwei. Ein stabiles und dadurch auch schweres Manfrotto und seit kurzem dass Amazon Basics Carbon Reise Stativ. In Japan hatte ich natürlich keines dabei, da ich nur mit minimal Fotoausrüstung unterwegs war.

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      1. Seltsam, auf dem iPhone waren die irgendwie niedrigauflösend, auf dem Mac geht’s jetzt. Ich denke schon länger über ein Einbeinstativ nach, bisher behelfe ich mir aber mit Abstützungs- und Ablegemöglichkeiten. Einige der Bilder wirkten etwas verwackelt, daher die Frage. Auf dem Mac sehen die aber nun astrein aus – großes Lob! Und: ich bin noch neidischer auf den Tripp :-).

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      2. Nochmals danke. Was ein Einbein angeht, solltest du vor Kauf probieren, ob es dir wirklich hilft. Ich denke, das ist nur praktisch bei richtig dicken Teleobjektiven. Ansonsten lieber die üblichen „Tricks“ nutzen, wie abstützen, richtig atmen usw. oder eine Kamera mit IBIS und/oder stabilisierten Objektiven nutzen.

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