„Ich war schon in Paris, London und New York. Gegen Tokio sind das alles Dörfer“
Anonymer Blogger
Bevor ich mit meinem eigentlichen Bericht weitermache möchte ich kurz erklären, warum ich diese Reihe Lost in Tokyo (habt ihr eigentlich bemerkt, dass ich zur englischen Schreibweise gewechselt habe?) genannt habe. Zwei Dinge haben mich dazu bewegt. Erstens die Tatsache, dass ich alleine unterwegs war und zweitens, dass ich mich alle Nase lang verlaufen habe.
Für den zweiten Punkt gibt es eine einfache Erklärung: In Tokio haben die Straßen zwar auch Namen, aber es gibt es keine Straßenschilder. Dazu kommt, dass die Nummerierung der Häuser nicht etwa der Reihe nach vorgenommen wird, sondern nach dem Zeitpunkt der Entstehung. Es kann also durchaus passieren, dass neben der Hausnummer 10 die Hausnummer 67 steht🤪. Ich höre Euch schon lachen und Google Maps sagen, aber bedenkt dabei folgendes:
- Wenn ich durch eine fremde Stadt laufe, möchte ich diese sehen und erleben und nicht nur aufs Smartphone schauen
- Handy-Datentarife fürs Ausland sind sauteuer und für Tokio gibt es bei Google keine Offline-Karten zum Download
- Selbst bei Nutzung von Google Maps ist es an vielen Stellen so groß, hektisch und unübersichtlich, dass man „als Junge von Dorf“ schon einmal falsch abbiegt.
Nun aber zurück zum Thema. Wir schreiben immer noch den 02. September 2019, meinen Ankunftstag in der Megacity und nachdem ich mich ausführlich im Tempelbezirk von Asakusa umgesehen hatte, fasste ich mein nächstes Ziel ins Auge, den Tokyo Skytree. Dieser Fernseh- und Rundfunksendeturm ist das zweithöchste Gebäude der Welt und bietet von seinen beiden Aussichtsdecks auf 350m und 450m einen wahnsinnigen Rundblick auf die Stadt und, bei entsprechender Wetterlage weit ins Land bis zum Mount Fuji. Dieser Blick blieb mir leider verwehrt, da es – wahrscheinlich aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit – in der Ferne ziemlich diesig war. Selbst das „Ende“ der Stadt war, je nach Himmelsrichtung schon teilweise sehr verschwommen aber dank RAW-Fotos und Lightroom konnte ich noch einiges herausholen, was für mich den happigen Eintrittspreis von 3.100 Yen (ca. 26€) rechtfertigt. Schließlich war das vermutlich mein erster und einziger Besuch in dieser Stadt.
Danach wurde es Zeit für mich, zum Hotel zurückzukehren und erst einmal einzuchecken. Dieses Hotel war – diplomatisch ausgedrückt – sehr basic, aber das Zimmer (in den ich mich kaum bewegen konnte) war sauber, dass Bett war ordentlich und ich konnte duschen! Auf dem Weg dorthin besorgte ich mir noch bei einem 7Eleven Convenience Shop meine einzige Mahlzeit des Tages, weiche Sandwiches und zum Nachtisch ein Stück Käsekuchen, alles fein säuberlich in Folie verpackt, dazu Mineralwasser und ein japanisches Asahi Dosenbier – YEAH!

Im Hotel hielt es mich nicht lange, denn ich wollte natürlich noch ein weiteres Tokio-Klischee erfüllen und Nachtfotos mit jeder Menge Leuchtreklamen machen. Da dieser Beitrag aber bereits lang genug ist, kommt das dann in Teil 4. Also:
Stay tuned
Boah, was ne riesige Stadt😳
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