Lost in Tokyo (2)

Ich bin nun schon fast eine Woche wieder zuhause, habe aber immer noch nicht alle Fotos von meinem Tokio-Trip bearbeitet. Kein Wunder bei über 500 Fotos in drei Tagen – darunter natürlich viele (Beinahe-)Dubletten – und der Tatsache, dass ich seitdem im Spätdienst bin und immer nur vormittags ein kurzes Zeitfenster habe, um am Rechner zu sitzen. Bevor aber die Erinnerungen verblassen und Ihr endlos warten müsst, unterbreche ich heute die Bildbearbeitung und bringe diesen Beitrag.

Wie bereits erwähnt begab ich mich nach meiner frühmorgendlichen Ankunft direkt in den Zug, um erst einmal zur weltbekannten Shibuya-Crossing zu fahren. Ja, ich weiß, das ist absolutes Touristenprogramm aber ich wollte es einfach sehen. Nachdem ich also einen Weg aus der riesigen Shibuya-Station hinaus gefunden hatte und dort natürlich erst einmal falsch abgebogen war, erreichte ich die Kreuzung kurz vor 10:00 Uhr am Vormittag. Für Tokioter Verhältnisse war gerade völlig tote Hose, aber mit hat es gereicht. Schnell ein paar Fotos vom Fenster des dortigen Starbucks aus geschossen und weiter ging’s.

Nächste Station war der Stadtteil Asakusa, bekannt für die dort befindliche Tempelanlage und die vielen, teilweise überdachten, Einkaufsstraßen mit unzähligen Geschäften, die nahezu alles anbieten, was irgend wie japanisch ist. Auch dies ist eine Art Touristen-Hotspot aber ich hatte mich vorher ein wenig informiert und fand die Gegend daher sehr charmant, was sich auch bewahrheitete. Hier sah ich auch viele Menschen in traditionellen Gewändern, inklusive einer deutschen Familie, die sich so richtig in Kimono-Schale geworfen hatte 🤪. Für meine Begriffe war es auch hier proppenvoll, aber sicher ginge auch noch mehr. Ein Foto ohne irgendwelche Köpfe oder andere Körperteile drin zu schießen war praktisch unmöglich. Ich hoffe trotzdem, etwas vom dortigen Flair eingefangen zu haben.

Damit war mein Tag noch nicht zu Ende, aber dieser Beitrag soll es sein. Abschließend noch einige Worte zu den Gegebenheiten. Es war brütend heiß, 33 ºC bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 80%. Sobald ich mein Hotel verlassen hatte wurde ich davon erschlagen und hätte den Rest des Tages an einem Mister Wet T-Shirt Wettbewerb teilnehmen können (glaubt mir, das will keiner sehen!). In den Zügen gab es dann etwas, das sie „Moderate Air Contitioning“ nannten, für mich ein arktisch kalter Wind. Auch das Fotografieren hatte eine gewisse Herausforderung, denn eigentlich* fotografiert man um diese Zeit wegen der bestehenden Lichtverhältnisse gar nicht. Das konnte ich mir aber nicht aussuchen und war wieder einmal sehr froh darüber, dass ich im RAW-Format fotografiere und so in der Nachbearbeitung einiges herausholen kann.

Ich hoffe, dieser Post hat Euch gefallen und Ihr freut euch schon auf Teil 3.

Stay tuned.

*Zwischen zwölf und drei hat der Fotograf frei (Binsenweisheit)

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