More Adventures in Modern Recording

Vor beinahe zweieinhalb Jahren habe ich an dieser Stelle schon einmal berichtet, wie es denn früher war, wenn man Musik zum Mitnehmen aufgenommen hat. Inzwischen hat sich bei meinem HiFi-Equipment aber so einiges getan, insbesondere, dass mein aktueller ROTEL-Verstärker keine Tape Ein- und Ausgänge mehr hat und damit auch keine Aufnahmemöglichkeit. Wenn ich heute also etwas auf Band bannen möchte, müsste ich Wiedergabe- und Aufnahmegerät direkt verbinden und mich so irgendwie durschwurschteln. Dazu habe ich allerdings keine Lust.

Kürzlich begab es sich aber, dass mein Schwager, seines Zeichens pensionierter Mathelehrer und glücklicher Vollzeit-Opa auf mich zukam und fragte, ob ich ihm nicht eine Schallplatte in mp3-Dateien umwandeln kann. Er hatte nämlich auf einem Flohmarkt eine uralte Kinderlieder-LP gefunden, die er schon als Kind hörte und seine Kinder ebenfalls. Nun sollten auch die Enkel damit gequält beglückt werden.

Kein Problem, antwortete ich großspurig um dann, als ich die Platte in Händen hielt, festzustellen, dass mein moderner iMac gar keinen Audioeingang mehr hat. Also musste eine USB-Lösung her und ich entschied mich für die/das/den Behringer U-PHONO UFO202, eine sehr preisgünstige und trotzdem richtig gute Wahl. Dann nur noch kostenlos Audacity als Recording-Software herunterladen und los geht’s. Beinahe jedenfalls, denn ein bisschen RTFM* musste vorher noch sein. Glücklicherweise hat Audacity ein sehr umfangreiches Online-Handbuch, dass es auch einem Anfänger wie mir ermöglicht hat, in akzeptabler Zeit zu einem akzeptablen Ergebnis zu kommen. In der Nachbearbeitung der Audiodaten ist sicherlich noch Luft nach oben, ich bin aber schon stolz und glücklich damit, alles ordentlich rüber gebracht und sogar eine großen Teil der Knackser eliminiert zu haben. Wer mehr möchte muss einen Profi engagieren.

Ein für mich, als Ordnung liebender Mensch, allerdings negativer Nebeneffekt war die bei dieser Arbeit entstehende Unordnung. Ich musste ja meinen Plattenspieler ins Arbeitszimmer transportieren, ihn dort behelfsmäßig hinstellen und dann mit dem Audio-Interface an den Mac anschließen. Kabelgewirr ohne Ende, seht selbst:

CU

 

*Read The Fucking Manual

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