Jetzt für alle Techies – ganz besonders für Detlef G. Aus MR – noch ein paar Worte zur X-E1. Ich kaufe Kameras ja auch wegen ihres Aussehens und die X-E-Linie von Fuji gefällt mir halt mit ihrem „Rangefinder-Style“ sehr gut. Klare Linien, wenig Schnickschnack, nur das Nötigste. Technisch merkt man ihr das Erscheinungsjahr 2012 allerdings ordentlich an. Es ist schon krass, was sich seitdem alles getan hat und woran ich mich mittlerweile gewöhnt habe bzw. als normal voraussetze – immer verglichen mit meiner aktuellen X-T3.
Hier mal einige Beispiele, angefangen mit dem Autofokus. 49 Fokuspunkte stehen zur Verfügung, im Gegensatz zu 425 bei der X-T3. Ich nutze praktisch nur den sogenannten Vario-AF, also Auswahl des Fokuspunkts mit der 4-Wege-Wippe (D-Pad), denn der Mehrfeld-Modus, wo die Kamera den „richtigen“ Fokuspunkt wählt, erinnert mich eher an einen Zufallsgenerator, wenn nicht gerade ständig der mittlere Punkt genutzt wird. Natürlich gibt es Single- und Continuos-Autofokus aber an solche Sachen wie Tracking oder gar Gesichts- und Augenerkennung ist absolut nicht zu denken. Immerhin kann die Größe des Fokusfeldes geändert werden, was ein genaues Arbeiten damit zulässt.
Das LCD-Display ist auch so ein Thema. Mit 460.000 Punkten Auflösung war es schon damals nicht ganz State of the Art (man musste sich ja auch von der X-Pro1 unterscheiden). Man kann natürlich damit problemlos fotografieren aber Schärfe kontrollieren ist eher nicht. Klappen oder Schwenken „natürlich“ auch nicht, genau so wie Touch-Funktion. Der elektronische Sucher hingegen war damals top und ist auch heutzutage mit seinen 2,36 Megapixeln immer noch sehr ordentlich, für mich das Mittel der Wahl.
Den Akku kann ich praktischerweise zwischen X-E1 und X-T3 austauschen, denn es wird immer noch der prinzipiell gleiche Typ genutzt. Sehr praktisch, auch wenn die X-T3 meckert, wenn sie nicht sie aktuelle S-Version des Akkus eingelegt bekommt. Funktionieren tut sie trotzdem.
Funktionstasten zur Personalisierung (und dazu noch Swipe-Commands auf dem Touchscreen) hat die X-T3 so viele, dass ich gar nicht alle belegt habe, weil ich es einfach nicht benötige. Bei der X-E1 gibt es sage und Schreibe zwei solche Tasten, eine oben auf dem Gehäuse, die ich mit ISO belegt habe und die „nach unten“-Taste des D-Pads, mit der ich das Verschieben des Fokuspunkts aktiviere. Für andere Zugriffe, die schnell benötigt werden, gibt es aber (bei beiden Kameras) das Q-Menü.
Ich könnte euch jetzt noch endlos mit weiteren Details langweilen, lasse es aber sein, um auf das Wesentliche zu kommen. Kommen gute Bilder* raus und macht die Kamera Spaß? Die Antwort ist ein ganz klares JA!
Zum Abschluss noch einmal zum Aussehen (der Kamera natürlich). Sie passt am besten zu kompakten kleinen Objektiven, wie dem 27er Pancake oder natürlich den „Fujicrons“ 23mm/f2, 35mm/f2 und 50mm/f2. Guggst du hier:
Fotos entstanden mit der X-E1 und dem 27er Pancake findet ihr hier.
CU
*hier ist nur der technische Aspekt gemeint, ein mieser Fotograf (wie ich) macht auch mit der besten Kamera nur miese Fotos 😜
Herzlichen Dank für die Erwähnung!
Bin auch irgendwie dran, mir eine gute alte XE1 zu besorgen. Aus nostalgischen Gründen. Schließlich habe ich im Sommer 2013 mit einer solchen den Fuji Kosmos betreten. Dem bin ich bis heute ( aktuell eine X100F, eine X-E3 und eine X-T1) treu geblieben. Die machen halt nen guten Job!
Freue mich auf weitere Blogs von Dir. Viele Grüße in die Mainzer Region👍
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