Ich beginne diesen Beitrag mit der Bitte um Entschuldigung für Teil 1. Nicht etwa für den Inhalt, sondern für die Form, denn trotz mehrmaliger Prüfung hatten sich diverse Rechtschreibfehler eingeschlichen und der zweite Absatz war darüber hinaus nicht richtig formatiert. Schande über mich und Asche auf mein Haupt. Mittlerweile habe ich alles korrigiert und hoffe, nicht noch etwas übersehen zu haben.
Jetzt geht es aber los mit Teil 2 und starten möchte ich mit den schon in Teil 1 angekündigten Negativpunkten. Als erstes aufgefallen sind mir die öffentlichen Verkehrsmittel und die zugehörige Infrastruktur. Zwar sind die Preise für Tickets recht günstig aber die Bahnhöfe/Stationen, selbst in „guten Gegenden“ fand ich alles andere als ansprechend. Insbesondere unser Start- und Zielpunkt Berliner Tor erinnerte irgendwie an eine demilitarisierte Zone und ich hatte ständig das Bedürfnis mich nach Verfolgern umzuschauen und meine Wertsachen festzuhalten. Dann die Preise für Speisen und Getränke – meine Güte. Hier im Rhein-Main-Gebiet bin ich ja schon einiges gewöhnt aber die Hamburger Gastronomie nimmt es echt von den Lebenden und wir hatten nicht immer den Eindruck, dass die Qualität den hohen Preis rechtfertigt.
Das soll reichen. Weiter mit Tag 3 (21.06.2019), an dem wir morgens die S-Bahn nach Blankenese bestiegen um dort durch das Treppenviertel und danach entlang der Elbe zurück bis zum Museumshafen Övelgönne zu laufen. Ein wirklich sehr schöner Spaziergang von ca. 8 km, natürlich garniert mit einer kleinen Einkehr inklusive Bier und Matjesbrötchen. In Övelgönne ging es dann auf eine Hafenfähre (ÖPNV, nicht Nepp-Hafenrundfahrt), die uns zurück zu den Landungsbrücken brachte, tolle Hafenblicke und Fotomotive inklusive. Dann Umstieg in die nächste Fähre und weiter zur Elbphilharmonie. Und schon wieder waren wir in der HafenCity. Kurze Ruhephase im Friedhof Ohlsdorf, der auch ein wunderschöner Park ist und dann am frühen Abend wieder zu Barley & Malt, wo Craftbeer und Pulled Pork auf uns warteten. Da wir früh beim Abendessen waren hatten wir danach noch ziemlich lange Licht (inklusive Blaue Stunde), mit dem ich noch viele Fotos machen konnte. Es ging (natürlich) wieder durch die Speicherstadt und rauf auf die Elphi, was gegen 20:30 Uhr überhaupt kein Problem mehr war, denn die Touristenschlangen waren verschwunden. Von dort konnte ich ein geniales Panorama fotografieren und auch zum „obligatorischen“ Elbschlösschen bei Nacht“ bin ich noch gekommen. Den alten Elbtunnel einmal hin und zurück haben wir auch noch draufgesetzt. Danach waren wir aber richtig platt, denn wir hatten über 30 km zu Fuß zurückgelegt und wollten nur noch ins Bett.
Tag 4 (23.06.2019), unser Abreisetag, begann mit einem Trip zum Hamburger Hauptbahnhof, um dort unser Gepäck einem Schließfach anzuvertrauen, da unser Hotel keine Aufbewahrungsmöglichkeit vorhielt. Für meine Begriffe der schmuddligste, schmutzigste und chaotische Bahnhof, den ich je gesehen habe, brrrr. Also schnell raus dort, vorbei am Hotel Atlantic (den Udo grüßen) und ab zur Außenalster, um dort die Wartezeit bis zum Flughafentransfer entspannt zu überbrücken. Selbstverständlich mit einer ausgiebigen Pause in der Alsterperle und einem leckeren Holsten, denn merke: Holsten knallt am dollsten.
Das war’s also mit Hamburg, der dritten Auflage unserer alljährlichen Städtereise am Fronleichnams-Wochenende. Trotz der genannten Kritikpunkte war es ein sehr schöner Aufenthalt und auch eine Wiederholung will ich nicht ausschließen, denn schließlich ist die Stadt riesengroß und wir haben nur einen kleinen Bruchteil gesehen. Platz 1 in meiner persönlichen Hitparade nimmt aber weiterhin Prag ein.
Bezüglich des Fotografierens hatte ich mir dieses Mal eine Herausforderung gesetzt und nur die Leica Q mitgenommen, deshalb hatte ich auch ursprünglich den Titel Hamburg auf 28mm für diese Post geplant. Ich muss sagen, dass ich mich trotz dieser Beschränkung nicht eingeschränkt gefühlt habe und bin sogar bereit mich für einige meiner produzierten Bilder selbst ein wenig zu loben. Die Kamera ist einfach zuverlässig und hat ein geniales Objektiv, mit dem eine über alle Zweifel erhabene Bildqualität zu erreichen ist. An den schlechten Bildern ist immer nur der Fotograf schuld!
Die hier gezeigten Bilder sind auch nur eine Auswahl. Wer noch mehr sehen möchte – und das in hoher Auflösung, kann das gerne auf meinem Flickr-Account tun, wo ich extra ein Album dafür angelegt habe. Ich freue mich auf eure Besuche.
CU
Schöne Bilder einer schönen Stadt. Habe in den 90ern dort sieben Jahre gewohnt und gelebt.
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Toller Artikel mit schönen Bildern 🙂 gerne mehr davon! LG
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