Prag – Ganz ehrlich (1)

Wer mir auf Instagram folgt (es gibt merkwürdigerweise immer noch Menschen, die das nicht tun) weiss, das meine Frau und ich am vorigen langen Wochenende unsere jährliche Fronleichnamslangeswochenendestädtereise unternommen haben. Diesmal ging es nach Prag.

Beginnen möchte ich mit dem, was normalerweise am Ende kommt, den Danksagungen. Diese gehen an die Jungs von Honest Guide, Janek und Honza, die uns mit ihrem YouTube-Kanal hauptsächlich zu Prag motiviert haben und bei meinem lieben Freund Gottfried, nebst Gattin Astrid, die mich an den Erfahrungen ihres Prag-Trips im vergangenen Jahr teilhaben ließen und uns den Reiseführer ausgeliehen haben.

Jetzt geht´s aber endlich los, und zwar mit unserer Ankunft am Prager Flughafen. Entgegen unserer ursprünglichen Planung sind wir nämlich nicht mit dem Auto gefahren, sondern geflogen, was eine gute Entscheidung war. Dazu an anderer Stelle später mehr. Nach einem kurzen Kampf mit dem Fahrkartenautomaten hatten wir unsere 72-Stunden-Tickets in der Tasche und setzten und in den Bus, stiegen dann in die Metro um und landeten letztendlich nach etwas über einer halben Stunde ganz in der Nähe unseres Hotels, in welchem unser Zimmer schon bereit war. Koffer in die Ecke und los ging es in die Innenstadt, die in wenigen Minuten erreichbar war, sei es nun zu Fuß, per Tram oder mit der Metro. Da es Mittagszeit war und wir beide Hunger hatten ging es direkt zu ersten Honest Guide-Tip in die Svetozor-Passage ins gleichnamige „Restaurant“. Dort sah es aus, wie in einer Werkskantine in den 50igern aber das Essen war landestypisch (inklusive Pilsner Urquell vom Fass), superlecker und superbillig. Nicht einmal 12,00 € für zwei vollständige Mahlzeiten sind schon eine Ansage. Danach ging es mit einem leckeren Eis in den direkt daneben liegenden Franziskanergarten, um ein wenig zu entspannen und den restlichen Tag zu planen.

Wir wollten eine im Marco Polo beschriebene Tour durch diverse Passagen machen, sind aber bereits nach der ersten kläglich gescheitert, was aber an der Tourbeschreibung lag. Was ist bitte eine Straße runter laufen, wenn keinerlei Gefälle vorhanden ist und auch sonst nichts, was „runter“ oder „hoch“ definieren würde 😡. Also ließen wir uns einfach treiben und liefen querbeet durch die Stadt, vorbei am Kafka-Denkmal und der Spanischen Synagoge bis an die Moldau. Diese überquerten wir um direkt in den Letna-Park mit dem Metronom zu gehen. Hier ging es wirklich hoch, zuerst jede Menge Treppen und dann noch eine weitere Steigung – das Ganze bei einer Bullenhitze. Der Letna-Park ist eine sehr schöne, weitläufige Grünanlage, die so groß ist, dass man immer irgendwo ein ruhiges und schattiges Plätzchen findet. Leider scheint er aber auch die Hauptablagestelle für leere Bierdosen zu schein, denn die fanden sich leider an vielen Stellen. Uns zog es zum dortigen  Biergarten, der, unter großen, schattigen Bäumen, einen tollen Blick auf die City bietet und zur Erholung von den vorangegangenen Strapazen kühles Pilsner Urquell vom Fass – wieder mal zum Spottpreis. Da das Thermometer immer noch mehr als 30 ºC anzeigte bestiegen wir dann die Tram zurück zum Hotel um uns eine Pause zu gönnen.

Abends ging es dann ins Burgviertel zum U Maleho Glena, einem Pub mit Jazzclub, in dem wir uns eigentlich noch die Liveband des Abends anhören wollten. Eigentlich ist das Stichwort, denn wir waren einfach zu müde und haben dieses Vorhaben deshalb gestrichen. Es gab also nur noch einen kurzen Verdauungsspaziergang, der uns an den Fuß des Petrin brachte, und dann die Tram ins Hotel, wo wir todmüde ins Bett fielen.

Hier nun der Tag in ausgewählten Bildern

Stay tuned

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