Oktober – Bullshit

Kennt Ihr Deutschlands größtes Flüchtlingslager? Es befindet sich in München, genauer gesagt auf der Theresienwiese, ist umzäunt und bewacht von einer großen Zahl von Sicherheitskräften aus Polizei und Privatwirtschaft. Drinnen sammeln sich Hunderttausende, wenn nicht Millionen, von Realitätsflüchtlingen, die auf der Suche nach der heilen Welt dort stranden. Hinzu kommen zwei weitere, ebenfalls merkwürdige Spezies. Zum einen Politiker jedweder Couleur, die immer noch glauben einer Volkspartei anzugehören und somit das Volk zu vertreten und sogenannte Promis, die in grauer Vorzeit einmal einen Chart-Hit oder die Hauptrolle in einer Soap-Opera hatten. Beide Arten lassen sich hier gerne und völlig ungehemmt von den, ebenfalls massenhaft angereisten, Katastrophenberichterstattern beim Stemmen von übergroßen Bierkrügen mit debilem Lächeln ablichten.

Klar, ich schreibe natürlich über das Münchener Oktoberfest, welches aktuell wieder in vollem Gange ist.

Trotz der oben genannten, grausigen Zustände wäre das Oktoberfest als solches eigentlich zu ertragen, denn besagtes Flüchtlingslager leert sich regelmäßig jedes Jahr wieder von selbst, weil die Flüchtlinge wieder in die Realität zurückkehren – und das ganz ohne finanzielle Beihilfen, Massenabschiebungen oder was auch immer. Das Schlimmste, so finde ich, ist dass es sich beim Oktoberfest um eine Art Virus handeln muss, denn allüberall werden mittlerweile Oktoberfeste nach „Münchner Vorbild“ abgehalten und ich habe des Gefühl es werden jedes Jahr mehr. Gerade heute morgen beim Gassigang ließ ich meinen Hund an Schilder des Wiesbadener, Mainzer und Binger Oktoberfests pinkeln. Und das sind beileibe nicht alle Oktoberfeste, die Seuche zieht sich bis Klein-Kleckersdorf. Hinzu kommen noch die Oktoberfeste von Vereinen, Kneipen und was weiß ich was. Selbst mein Arbeitsplatz, der ehrwürdige Frankfurter Flughafen, ist infiziert. Dort verteilen im Dirndl gekleidete, flachbrüstige Asiatinnen entsprechende Werbeflyer vor den Duty-Free-Shops und die Musi spielt dazu. Ein Bild des Grauens.

Apropos Bild, dies ist ein Beitrag ohne Bilder, denn ich wollte es keiner meiner schönen Kameras, noch nicht einmal meinem Handy, zumuten Oktoberfestplakate oder die erwähnten Asiatinnen abzulichten. Ihr müsst mir einfach so glauben. Fertig.

CU

P.S. Leser, die schon lange dabei sind werden sich erinnern, dass es hier früher einige Beiträge gab, in denen ich einfach so meine Meinung zu gewissen Themen geäußert – oder sollte ich sagen – einfach abgelästert habe. Blättert doch einfach mal zurück. Leider ist dies in der letzten Zeit absolut untergegangen, weshalb mir das Schreiben des heutigen Beitrags umso mehr Spaß gemacht hat.

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