Es gibt Dinge, die sollte „man“ nicht tun, denn sie könnten dazu führen, dass „man“ in Versuchung gerät. Eines dieser Dinge ist der Besuch des Sommerfestes beim Klangstudio Rainer Pohl in Bodenheim, insbesondere, wenn „man“ vom Hifi-Virus infiziert ist.
Ihr habt es schon längst erraten: „man“ ist natürlich ich. Zum Sommerfest am 26. August kam ich nebst Gattin, weil Heiko dort auch einen Stand als Co-Aussteller hatte und das Wetter so schön war, dass wir dies nutzten um ihm einfach einmal Hallo zu sagen und uns umzuschauen. Das Klangstudio ist kein normales Ladengeschäft, sondern befindet sich im Kellerbereich des Wohnhauses der Familie Pohl. Dies soll aber nicht bedeuten, das hier irgendwie improvisiert wird. Genau das Gegenteil ist der Fall, denn alles ist toll ausgestattet und der Hör- und Testbereich wird auf Kundenwunsch genau mit den Geräten ausgestattet, die besagten Kunden interessieren. Das gehört sich auch so bei Gerätepreisen, zu denen andere Menschen schon über den Erwerb einer Eigentumswohnung nachdenken. Mich interessierte aber vor allem ein Nebenraum, denn dort waren einige Geräte zu bestaunen, die aus Inzahlungnahme oder im Kundenauftrag gebraucht verkauft wurden. Und da sah ich ihn, einen Accuphase E206 Vollververstärker aus 1989. Im Zustand wie neu und mit ganz vielen Anschlüssen, an die ich mein ganzes Gerödel stöpseln kann ohne, wie bisher, auf eine externe Switchbox zu benutzen. Da fing es an zu kribbeln. Trotz seiner fast dreißig Jahre war das Teil nicht gerade billig, aber verzeiht mir den Vergleich, für eine alte Mercedes S-Klasse zahlt man eben auch deutlich mehr als für einen alten VW Golf.
Gestern, am 09. September war es dann soweit und ich habe dem Kribbeln nachgegeben. Ab ins Auto und auf nach Bodenheim, das Teil zu kaufen. Natürlich wurde auch ganz schnell angeschlossen und testgehört, vorher aber noch die obglitaorischen Bilder geschossen. Hier ist er nun, in aller Pracht:







Mein alter AKAI hat mich mit seinem schönen, warmen Klang schon begeistert (auch wenn dieser vielleicht messtechnisch gar nicht wirklich „gut“ war), aber der Accuphase ist noch einmal um Klassen besser. Es ist schwer zu beschreiben, am besten passt wohl das, was die Hifi-Journalisten als „luftig“ bezeichnen. Die Höhen sind absolut klar und verzerrungsfrei und auch untenrum in den Frequenzen gibt es nur Sound vom Feinsten. Es hat sich für mich also absolut gelohnt dem Kribbeln nachzugeben. Da das Teil außerdem gebaut ist wie ein Panzer, wird es mir sicher auch noch viele Jahre Freude bereiten.
Wer mit Accuphase nichts anfangen kann, dem empfehle ich, sich diese Seite auf hifimuseum.de einmal in aller Ruhe durchzulesen.
Jetzt habe ich aber keine Zeit mehr zu schreiben, denn ich muss Musik hören. Daher …
CU
Den Accuphase mal in schwarz zu sehen ist auch selten, die sind ja meist goldfarben.
Das Gerät erinnert mich etwas an meinen alten Luxman, und klanglich sind beide Firmen ja im oberen Hörsegment anzusiedeln und lange genug am Markt um sich einen entsprechenden Namen zu machen! Da wünsch ich dir viel Freude beim Musik hören.
LG WOLF
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